Konzept für heute und morgen

Konzept der Pfarrei St. Liborius Paderborn

Konzept: pdf-Version

 

0. Vorwort als Leser-Orientierung Seite 3

 

1. Einführung Seite 4

1.1 Kurzdarstellung der Pfarrei St. Liborius

1.2 Die Menschen auf dem Gebiet der Pfarrei

1.2.1 Daten aus der Sinus-Studie

1.2.2 Relevante Daten aus dem Sozialbericht der Stadt

1.2.3 Wahrnehmungen der PGR-Mitglieder von St. Liborius

 

2. Pastorale Orte und Gelegenheiten in der Liboriuspfarrei Seite 6

Was geschieht in unseren pastoralen Orten und in unseren Gruppen ?

2.1 Die drei Pfarrei-Kirchen

2.1.1 Besondere Gottesdienste in den Kirchen

2.1.2 Besondere Hauptfeiern - Osterfeier und Patronatsfeier

2.1.3 Die Spendung von Sakramenten und besondere eucharistische Feiern

2.1.4 Orte für nicht-pfarrliche Gruppen und Institutionen

2.1.5 Objekte von katechetischem und kunsthistorischem Wert

2.2 Das Forum Sankt Liborius

2.2.1 Das Forum als Pfarrheim der Liboriuspfarrei

2.2.2 Das Forum als Angebot über die Pfarrei hinaus

2.2.3 Das Forum als Veranstaltungsort für nicht-pfarrliche Gruppen

2.3 Das Familienzentrum St. Liborius

2.3.1 Ein Familienzentrum mit großem Einzugsbereich

2.3.2 Das Familienzentrum als Ort der Familienpastoral

2.4 Verbandsarbeit - Bruderschaften

2.4.1 Die Johannes-Bruderschaft

2.4.2 Die Elendenbruderschaft

2.4.3 Die Katholische Frauengemeinschaft

2.4.4 Die Malteser Jugend

2.5 Der Kirchenvorstand und seine Arbeitsaufteilung

2.5.1 Immobilien

2.5.2 Abgeschlossene und laufende Bauprojekte

 

3. Kriterien für katholisches Gemeindeleben und deren Umsetzung Seite 13

Wie verwirklichen wir die Grundaufgaben einer Pfarrgemeinde ?

3.1 Erste Grundfunktion: Den Glauben verkünden

3.1.1 Welche Gelegenheiten zur Glaubensverkündigung bieten wir an ?

3.1.2 Vorhaben: Eine intensivere Vorbereitung der Eltern auf die Taufe ihres Kindes

3.1.3 Vorhaben: Besondere Förderung des Bibelgespräches

3.2 Zweite Grundfunktion: Den Glauben feiern

3.2.1 Welche Gelegenheiten zur Mitfeier der Gottesdienste bieten wir an ?

3.2.1.1 Messfeiern

3.2.1.2 Gebetsgottesdienste

3.2.1.3 Eucharistie-Verehrung

3.2.1.4 Wallfahrten bzw. Wallfahrtsähnliches

3.2.2 Viele liturgische Feiern in der Liboriuspfarrei – ein Resümee

3.2.2.1 Die Sonntagsmessen

3.2.2.2 Messfeiern an Werktagen

3.2.3 Gottesdienste oder andere Gelegenheiten mit "niederschwelligem Angebot"

3.2.3.1 Die ganztägig geöffneten Kirchen

3.2.3.2 Die beiden Krippenfeiern am Heiligabend

3.2.3.3 Der Blasius-Segen in der Busdorfkirche

3.2.3.4 Vorschläge für weitere „niederschwellig“ angesetzte Gottesdienste

3.3 Dritte Grundfunktion: Den Glauben im Alltag beispielhaft leben

3.3.1 Wo liegen Schwerpunkte unserer caritativen Arbeit ?

3.3.1.1 Hausbesuche

3.3.1.2 Die Caritas-Konferenz

3.3.2 Sinnvolle außerliturgische Zusammenkünfte und Feiern

3.3.2.1 Der Sonntagstreff

3.3.2.2 Pfarr-und Patronatsfest

3.3.2.3 Die Libori-Oase

3.3.2.4 Wanderung zur Hilligen Sele

3.3.2.5 Jährliche Nikolausfeier

3.3.2.6 Senioren-Angebote

3.3.2.7 Geburtstagsfeiern

3.3.2.8 Ökumenisches Miteinander

3.3.3 Vorhaben: Umgang mit den Neuzugezogenen

3.3.4 Neues auf den Weg bringen ?

3.4 Den Glaubensweg mit Kindern und Jugendlichen von der Taufe bis zu Firmung begleiten

3.4.1 Die Segensfeiern für Kinder im 1. bis 5. Jahr nach der Taufe

3.4.2 Übergabe-Feiern für Kinder im Grundschulalter

3.4.3 Der Weg zur Erstbeichte und Erstkommunion und ihre Feiern

3.4.3.1 Die katechetische Vorbereitung

3.4.3.2 Die Messfeier mit öffentlichem Taufbekenntnis

3.4.3.3 Die Erstbeichte und die folgende Dankmesse

3.4.3.4 Die Mitfeier der österlichen Drei-Tage-Feier

3.4.3.5 Die Messfeier mit Erstkommunion und Begleitendes

3.4.4 Die Familienmesse

3.4.5 Der Ministrantendienst

3.4.6 Die Firmvorbereitung und die Firmung

3.4.6.1 Die Firmkurstage

3.4.6.2 Besondere Gottesdienste

3.4.6.3 Besondere Aktivitäten

3.4.6.4 Die Messfeier mit Firmung und was ihr vorausgeht und folgt

3.5 Der Pfarrgemeinderat und seine Arbeitsgruppen

3.5.1 Arbeitsgruppen des Pfarrgemeinderates

3.5.2 Gestaltung besonderer Feiern und Zusammenkünfte

3.5.3 Kurzer Blick in die Zukunft

 

4. Wo sehen wir unsere besonderen Zukunftsaufgaben? Seite 26

 

4.1 Die unerlässliche Vorbedingung zukünftiger Aktivitäten:

Ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

4.2 Bildung eines Liturgie-Kreisen für die drei Pfarrei-Kirchen

4.3 Ausbildung von Verantwortlichen für Kirchenführungen

4.4 Projekte für die Öffentlichkeitsarbeit

4.4.1 Erstellung eines Flyers über die Pfarrei

4.4.2 Aufstellung eines Schaukastens bei den Kirchengebäuden

4.4.3 Erstellung eines Flyers über den BILDUNGSPunkt Forum St. Liborius

 

5. Zusammenarbeit zwischen der Liboriuspfarrei und dem Dom Seite 30

 

5.1 Die Gottesdienst der Liboriuspfarrei im Dom

5.2 Gemeindegottesdienste als Kathedralgottesdienste?

5.3 Abstimmung der Messzeiten zwischen Dom und Liboriuspfarrei

5.4 Zukunftsüberlegungen zu den Sonntagsmessen in der Innenstadt

 

6. Zusammenfassung: Bewährtes bewahren und Neues wagen Seite 33

 

 

 

Anhang I – Beschlüsse des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes Seite 34

 

 

Anhang II – Urkunde der Errichtung der Pfarrei Seite 35

 

 

Anhang III - Die Geschichte der Pfarrei Seite 36

 

 

 

 

Konzept der Pfarrei St. Liborius Paderborn

 

0. Vorwort als Leser-Orientierung

 

Nach einer EINFÜHRUNG unter Punkt 1 wird unser Konzept in drei Schritten entfaltet. Diese haben Ähnlichkeiten mit dem bekannten Trio "SEHEN - URTEILEN - HANDELN".

 

(1)

Das Erste, das jemand von unserer Pfarrei wahrnimmt, ist dem "SEHEN" zugeordnet. Er sieht fünf Gebäude. Es handelt sich um unsere Pastoralen Orte - die "FÜNF ZENTREN DER PFARREI". Zu ihnen gehören:

>>> die Busdorf-, die Gau-, und die Marktkirche,

>>> das Forum St. Liborius

>>> und das Familienzentrum St. Liborius.

Mit der Vorstellung der fünf Zentren im Folgenden unter Punkt 2 verbinden wir die Auf-zählung einer ersten Reihe von Aktivitäten, die in diesen Pastoralen Zentren ihren Ort haben.

 

(2)

Der zweite Blick auf unsere Pfarrei lässt sich dem Stichwort "URTEILEN" zuordnen. Wir beurteilen die Aktivitäten in unserer Pfarrei nach den drei Grundvollzügen des kirchlichen Lebens: 1. den Glauben verkünden, 2. den Glauben feiern und 3. den Glauben leben. Auch diesen Teil füllen wir unter Punkt 3 mit der Aufzählung konkreter Aktivitäten. Dabei gibt es natürlich Überschneidungen oder Berührungspunkte mit Punkt 2.

 

(3)

Der dritte Blickwinkel bezieht sich auf das Stichwort "HANDELN". Unsere pfarrlichen Aktivitäten, die sich bewährt haben, zählen wir unter den Stichworten "Sehen - Urteilen" (Punkt 2 und 3) auf. Im Konzept unter Punkt 4 geht es um neue Aktivitäten, die wir in der kommenden Zeit 2014 bis 2015 in Angriff nehmen möchten.

 

(4)

In vielen Abschnitten enthält das Konzept eine manchmal detaillierte Aufzählung bestehender Aktivitäten. Sie sind zum Teil „in kleiner Schrift ausgedruckt“ und können so beim Lesen des Ganzen ganz bewusst übergangen werden.

Die Auflistung dieser Aktivitäten im Detail soll deutlich machen, dass die Hauptgedanken und Grundlinien des Konzepts nicht "leere Hülsen" sind, sondern eine reale Konkretisierung in bereits bestehenden Aktivitäten der Liboriuspfarrei haben.

Einzelne Aktivitäten der Gemeinde werden wiederholt angesprochen. Dabei gehen wir davon aus, dass ein Leser das Konzept nur auszugsweise lesen möchte.

 

(5)

Die Liboriuspfarrei wird im Jahr 2015 ein Teil des bereits existierenden Pastoralen Raums Paderborn-Süd-Ost-Dahl. Es werden dann unter Umständen nicht mehr zwei Priester in der Pfarrei hauptamtlich tätig sein. Deshalb wirft das Konzept bei bestimmten Aktivitäten einen Blick auf den möglichen künftigen Einsatz von Priestern.

 

(6)

Der letzte Teil des Konzepts behandelt unter Punkt 5 das Verhältnis zwischen der Liboriuspfarrei und der Bischofskirche, die auf dem Gebiet der Pfarrei liegt und deren frühere Dom-Pfarrei seit 1998 Teil der Liboriusgemeinde ist.

 

(7)

Wir bitten um Verständnis, wenn aus Gründen der besseren Lesbarkeit die Gleichstellung

von Mann und Frau nicht durchgehend in der Schreibweise berücksichtigt wurde.

1. Einführung

 

1.1 Kurzdarstellung der Pfarrei St. Liborius

 

Das Gebiet der Liborius-Pfarrei umfasst die Paderborner Innenstadt. Neben dem alten Stadtkern gehören aber auch weitere Straßen in südlicher Richtung dazu (fast bis zur Universität und bis hinter das Brüderkrankenhaus).

Am 1. September 1998 hat Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt die Marktkirchpfarrei (seit dem 10. Jhd.), die Busdorfpfarrei (seit 1036), die Gaukirchpfarrei (seit dem 12. Jhd.) und die Dompfarrei (seit dem 13. Jhd.) aufgelöst und die Liboriuspfarrei gegründet. Sie ist also eine Neu-Gründung aus vier alten Pfarreien. Vgl. Anhang I – S. 31.

Die Busdorf-, die Gau- und die Marktkirche sind die Orte, in denen die Pfarrei regelmäßig Gottesdienste feiert. Ebenso ist die Libori-Kapelle ihrer Sorge und Nutzung übergeben.

Zurzeit gehören zur Pfarrei ca. 5.700 – 5.800 Gemeindemitglieder. Von der Altersstruktur her sind unter 18 Jahren ca. 500 und über 65 Jahren ca. 1.500 Gemeindemitglieder. Die Zahl der Pfarrangehörigen, die in den letzten drei Jahren getauft wurden, betrug ca. 20, die der Beerdigungen fast 60.

Eine Besonderheit der Pfarrei sind die vielen kirchlichen Einrichtungen auf ihrem Gebiet: diözesane Institutionen und Häuser unterschiedlicher Ordensgemeinschaften.

 

 

1.2 Die Menschen auf dem Gebiet der Pfarrei

 

1.2.1 Daten aus der Sinus-Studie

 

Aus den Daten der Sinus-Studie 2011 ergibt sich für die Pfarrei folgende Situation:

>>> Die Stamm-Milieus der katholischen Kirche im Sozialraum sind in der Pfarrei gut vertreten: Traditionsorientierte – 14%, bürgerliche Mitte – 13 %, Etablierte – 10 %, Postmoderne – 8 %.

>>> Die Konsum-Materialisten

stellen sich mit 6 % als eine vergleichsweise kleine Gruppe dar.

>>> Ein starker Akzent liegt

bei den Modernen Performern – 26 % und den Experimentalisten – 12%.

 

1.2.2 Relevante Daten aus dem Sozialbericht der Stadt

 

Den Daten aus der Sinus-Studie entsprechen Daten aus dem Sozialbericht der Stadt Paderborn:

>>> Die Stadt wird zunehmend eine für Studenten attraktive Stadt – mit den üblichen Konsequenzen für die Stammbevölkerung: periodische Fluktuation, Wochenend- Geschehen.

>>> Junge Familien prägen das Stadtbild mit.

>>> Im Stadtleben zeigt sich häufig eine give-and-go-Situation: Ich nehme Angebote kurzfristig mit und gehe wieder. Das Bindungsverhalten ist wenig kontinuierlich.

>>> Das städtische Leben in seinen alltäglichen und sonntäglichen Abläufen prägt den Rahmen.

>>> Laut Prognose des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sieht Paderborn

bis 2020 einem Wachstum hinsichtlich der Bevölkerung entgegen (4,6 %).

 

1.2.3. Wahrnehmungen der PGR-Mitglieder von St. Liborius

 

Während der Klausurtagungen 2011 / 2012 hat der Pfarrgemeinderat Folgendes als seine Wahrnehmung zusammengetragen:

>>> Die Nachbarschaften unterscheiden sich lokal sehr voneinander: In einigen

Straßenzügen ist das Nachbarschaftswesen kaum ausgeprägt, in anderen stärker.

Viele Menschen haben sich in ihrem Leben eingerichtet und pflegen kaum

Kontakte zum Nachbarn.

>>> In Wohnbereichen mit Mehrfamilienhäusern ist eine hohe Fluktuation und eine

anonyme Grundstruktur zu beobachten.

>>> Seniorenheime und Krankenhäuser gehören zum Bild des Sozialraumes.

>>> Das Stadtbild wird auch von Wohnungslosen und Bedürftigen geprägt.

 

>>> Die Vielgestaltigkeit der Gemeinde wird an den unterschiedlichen Interessensgruppen deutlich: vom kunsthistorischen Interesse bis zur pastoralen Grundversorgung.

>>> Die Durchgangspastoral steht im Zeichen des "Bus-Stopps", die Kerngemeinde im Zeichen der "Kaffee-Gemeinde".

>>> Die Mitarbeit in der Gemeinde braucht ein differenziertes Angebot: von der Mitarbeit auf begrenzte Zeit bis zur klassischen ehrenamtlichen Tätigkeit (mit Mandat).

>>> Es bedarf eines Mitarbeiter-Pools, der alle Formen des Engagements in der

Gemeinde im Blick hat; Möglichkeiten des kirchlichen Meldewesens können für eine Mitarbeiterkartei mitgenutzt werden.

>>> Mit den Verantwortlichen für den Dom wäre eine Kooperation hinsichtlich

verschiedener Formen einer City-Pastoral abzusprechen.

 

>>> In der Gaukirche ist u.a. eine große Zahl „Durchläufer“ zu beobachten: Diese sind eher touristisch interessiert und erleben die Kirchengebäude als offene Räume (kunsthistorische Führungen).

>>> Die Gottesdienste beim Nightfever sind stets gut besucht. Das scheint auch für

andere besondere Angebote im liturgischen Bereich zu gelten.

 

>>> Das Forum St. Liborius wird gut angenommen; es ist ein Treffpunkt für vielfältige

Begegnungen.

>>> Während der Veranstaltungen ist ein persönlicher Austausch immer wieder zu

beobachten.

>>> Ältere Menschen melden zurück: „Es wird hier viel für uns getan (z.B. Sonntagstreff).“

>>> Im Forum findet sich eine große Angebotspalette.

>>> Das Haus hat eine hohe Anziehungskraft: Die Libori-Donnerstage werden

wahrgenommen.

>>> Das Forum präsentiert sich nicht als geschlossener Raum: Eine große Anzahl von „Unbekannten“, die offensichtlich keine engere Beziehung zur Gemeinde haben, ist im Haus anzutreffen.

>>> Viele ältere Menschen leben in der Gemeinde und besuchen das Forum.

 

Das Leben der Gemeinde, von dem unser Konzept spricht, muss sich an den Menschen orientieren, die zu ihr gehören und auch darüber hinaus in ihrem Umfeld wohnen, arbeiten und ihre Freizeit gestalten.

 

2. Pastorale Orte und Gelegenheiten in der Liboriuspfarrei

Was geschieht in unseren pastoralen Orten und in unseren Gruppen ?

 

Der Liboriuspfarrei stehen für ihr Handeln fünf pastorale Orte zur Verfügung:

1. die Busdorfkirche,

2. die Gaukirche,

3. die Marktkirche,

4. das Forum St. Liborius,

5. das Familienzentrum.

6. Ebenso ergeben sich aufgrund der Gruppen und Bruderschaften, die einem unserer

pastoralen Orte zugeordnet sind, zahlreiche pastorale Gelegenheiten.

Dadurch dass die Pfarrei fünf pastorale Orte hat, besteht die Gefahr, dass sie sich einseitig auf die sogenannte „Komm-Pastoral“ verlegt und erwartet, dass die Menschen zu ihren Orten kommen. Die Aktiven der Pfarrei möchten aufgrund der Innenstadtlage auch die Chancen nicht aus den Augen verlieren, über ihre Versammlungsorte hinaus in Form der "Geh-Pastoral" tätig zu sein, das heißt: Die Menschen an ihren Orten aufzusuchen und anzusprechen.

 

 

2.1 Die drei Pfarrei-Kirchen

 

Die Liboriuspfarrei ist stolz auf ihre drei großen Gottesdiensträume mit ihrer reichen Tradition. Sie bezeichnet aber keine der drei Pfarrei-Kirchen als „Pfarrkirche“. Dies hätte eine der Kirchen besonders herausgestellt und den Prozess der Zusammenführung der ursprünglich selbstständigen Pfarreien erschwert. Es wurde deshalb der Begriff "Pfarrei-Kirchen" kreiert.

 

Die Gremien der Pfarrei und die ehrenamtlichen Mitarbeiter sehen es

als ihre Verpflichtung an,

das Besondere der drei Kirchen zu erhalten und sich dafür einzusetzen,

dass die drei Gotteshäuser auch in Zukunft

Kirchen mit einem aktiven Gottesdienstleben bleiben.

 

Im Folgenden sind die Gottesdienste genannt, die aufgrund ihres Feieranlasses oder Feierinhalts auf eine der drei Pfarrei-Kirchen ausgerichtet sind.

 

2.1.1 Besondere Gottesdienste in den Kirchen

 

Der Prozess der Fusion der Busdorf-, der Dom-, der Gaukirch- und der Marktkirchpfarrei wurde zweifellos dadurch gefördert, dass schon vom Anfang der Liboriuspfarrei an die reichen Traditionen der drei Pfarrei-Kirchen ins gottesdienstliche Leben aufgenommen wurden:

 

>> Die sogenannten "Stationsgottesdienste" in Form von Messfeiern zeichnen die Kirchweihtage (25. Mai, die Sonntage

nach dem 8. und 14. September) und die Patronatsfeste (4. Juli, 29. Juni, 29. August, 30. November und 3. Dezember) aus, ebenso die Gedenktage der Heiligen und Seligen, die in den Kirchen ihre Grablege haben (sel. Meinwerk: 7. August; hl. Felix: 3. Oktober; hl. Meinolfus: 5. Oktober).

>> In der Busdorfkirche werden zudem das Triduum des hl. Blasius (3. - 5. Februar) mit stündlichem Blasius-Segen und die Agathafeier mit der städtischen Feuerwehr (Sonntag nach dem 5. Februar) gehalten.

>> In der Marktkirche finden aufgrund der besonderen Bedeutung des 700 Jahre alten Marienbildes jährlich zwischen

dem 15. August und dem 15. September vier Marienmessen statt, bei denen das Marienbild, ein früheres Gnadenbild, im Altarraum der Kirche aufgestellt ist.

 

Blick in die Zeit des künftigen Pastoralen Raums:

Die besonderen Messfeiern werden auch dann noch gefeiert werden können,

wenn die Liboriuspfarrei zum Pastoralen Raum Paderborn-Süd gehört.

Die Stationsgottesdienste und die Marienmessen finden

anstelle der täglichen Werktagabendmessen in der Gaukirche statt.

Sie sind also keine zusätzlichen Messen in der Woche.

Einzig das Blasius-Triduum bedarf eines besonderen Einsatzes von Priestern.

 

2.1.2 Besondere Hauptfeiern - Osterfeier und Patronatsfeier

 

Die drei Pfarrei-Kirchen der Liboriusgemeinde könnten als Zeichen gottesdienstlicher "Zersplitterung" gewertet werden. Deshalb haben die Verantwortlichen schon im ersten Jahr des Bestehens der Pfarrei zwei zentrale Feiern so gestaltet, dass die Zusammengehörigkeit der drei Kirchen deutlich wird.

(1)

Die großen Feiern der Drei Österlichen Tage, die vom Glauben her und auch liturgisch eine Einheit bilden, wurden und werden auch heute noch auf die drei Kirchen verteilt:

 

>> Die Messfeier vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag findet in der Gaukirche statt, ebenso die anschließende

stille eucharistische Anbetung, die mit einer Ölberg-Stunde und der Komplet beendet wird.

>> Die Liturgie vom Leiden und Sterben des Herrn hat ihren Ort in der Marktkirche. Ihr folgt in den Abendstunden die

Feier der Niederlegung des Kreuzes ("Grablegung") mit Komplet.

>> Die Liturgie der Osternacht wird am Karsamstagabend in der Busdorfkirche gefeiert. Ihr geht am Morgen ein

Morgenlob mit Gedenken an die Grabesruhe des Herrn voraus.

>> Die Bereitung der Osterkerzen der Gau- und der Marktkirche wird dort zu Beginn der Messfeiern des Ostersonntags

vollzogen (9.00 Uhr bzw. 10.00 Uhr) und mit dem Feuer aus der Busdorf-Osternachtfeier entzündet.

(2)

Auch die Patronatsfeier der Liboriuspfarrei am Sonntag vor Pfingsten umfasst alle drei Kirchen: Sie beginnt mit der Messfeier in der Busdorfkirche. Anschließend geht die eucharistische Prozession zur 1. Station in die Marktkirche und zur 2. vor die Mariensäule (Ort der alten Marktkirche). Die Pfarrprozession schließt mit dem Segen in der Gaukirche.

 

2.1.3 Die Spendung von Sakramenten und besondere eucharistische Feiern

 

Die Sakramenten-Spendung und die eucharistischen Feiern haben in einer der drei

Kirchen jeweils einen besonderen Ort:

Die Markt- und auch die Busdorfkirche sind bevorzugte Orte für Trauungsfeiern - nicht nur

für Pfarrangehörige, sondern auch für Gläubige aus anderen Pfarreien.

Die Gaukirche ist der besondere Ort der Tauffeiern. Der Taufort innerhalb der Kirche hat

dazu seit der Gründung der Pfarrei eine besondere Ausgestaltung erfahren. Hier finden nicht nur die Tauffeiern für die Gemeindemitglieder statt, sondern auch für Familien über die Liborius-Pfarrei hinaus. Die Gaukirche ist aber auch in der Folge der Tauffeiern der Ort besonderer Segensfeiern im 1. bis 5. Jahr nach der Taufe.

Die Gaukirche ist zudem der zentrale Ort für die tägliche abendliche Messfeier für

Gläubige, auch über die Pfarrei hinaus.

Schließlich bietet die Gaukirche die Möglichkeit zur stillen Anbetung vor dem

Allerheiligsten, das im geöffneten Tabernakel der Kreuzkapelle ganztägig ausgestellt ist. Dazu kommt noch die Anbetung an einem Freitagabend jeden Monats.

In der Marktkirche findet sechs mal im Jahr der Nightfever-Abend mit Messfeier,

eucharistischer Anbetung, Beichtmöglichkeit und Komplet statt.

 

2.1.4 Orte für nicht-pfarrliche Gruppen und Institutionen

 

Neben den unter 2.1.2 und 2.1.3 genannten Feiern und neben den sonn- und werktäglichen Gottesdiensten der Pfarrei sind die drei Kirchen auch regelmäßige gottesdienstliche Orte für nicht-pfarrliche Gruppen und Institutionen:

 

>> In der Busdorfkirche feiern die Ritter vom Heiligen Grab, die Kolpingsfamilie Paderborn-Zentral und das Pelizaeus-

Gymnasium regelmäßig Gottesdienste.

>> Die Gaukirche ist die sonntägliche Heimat für Gläubige, die die Messfeier im außerordentlichen Ritus wünschen, für

vier mal im Jahr stattfindende Gottesdienste der vietnamesischen Gemeinde und für die jährliche Feier der Elendenbruderschaft.

>> In der Marktkirche halten die Theologische Fakultät, die Katholische Hochschulgemeinde Paderborn und das

Gymnasium Theodorianum ihre Gottesdienste.

 

2.1.5 Objekte von katechetischem und kunsthistorischem Wert

 

Nicht zu unterschätzen ist der kunsthistorische Wert der drei Kirchen, die zur Besichtigung einladen. Bei spirituellen Kirchenführungen werden die Kirchen nicht selten auch Orte der Glaubensverkündigung für nicht kirchlich gebundene Christen und Nicht-Christen (siehe auch unter 4.3).

 

 

2.2 Das Forum Sankt Liborius

 

Seit der Eröffnungsfeier am 25. März 2012 steht der Pfarrei nach 10-jähriger Planungs- und Bauphase ein großes Pfarrheim zur Verfügung. Nachdem das Haus zwei Jahre genutzt wird, hat sich eine dreifache Funktion des Forums herausgestellt:

 

2.2.1 Das Forum als Pfarrheim der Liboriuspfarrei

 

Zunächst ist das Forum ein Pfarrheim für die Zusammenkünfte der Liboriuspfarrei. Dadurch erfährt es bereits eine sehr umfangreiche Belegung - z.B.:

 

>> Zusammenkünfte des Kirchenvorstands und des Pfarrgemeinderates,

>> der wöchentliche Bibelkreis,

>> Erstkommunion- und Firmvorbereitung,

>> die wöchentliche Probe des Kirchenchores,

>> die zweimal im Jahr stattfindende Versammlung der Lektoren und Kommunionhelfer,

>> die Sitzungen der Caritas-Konferenz St. Liborius mit ihren vielen Aktivitäten,

>> die Seniorentreffen der Pfarrei – z.Zt. dreimal im Monat,

>> die Zusammenkünfte der Katholischen Frauengemeinschaft St. Liborius,

>> die Gruppenstunden der Malteser Jugend

>> und manches andere.

 

2.2.2 Das Forum als Angebot über die Gemeinde hinaus

 

Das Pfarrheim erweist sich aber auch als Forum St. Liborius: Viele Veranstaltungen, die von der Pfarrei organisiert werden, werden zum großen Teil auch von Menschen wahrgenommen, die nicht zur Liborius-Pfarrei gehören - z.B.:

 

>> die fast wöchentlichen Veranstaltungen der Liborius-Donnerstage,

>> die Organisationstreffen der Nightfever-Jugend,

>> die Zusammenkünfte des Kreises junger Frauen,

>> der Glaubens-Gesprächskreis "Immer wieder dienstags",

>> der Gesprächskreis "YOUCAT" für junge Leute,

>> und manches andere.

 

2.2.3 Das Forum als Veranstaltungsort für nicht-pfarrliche Gruppen

 

Die Größe des Forums ermöglicht es auch, Veranstaltungsort für Gruppen, Vereine und Institutionen zu sein, die nicht der Liboriuspfarrei angehören:

 

>> die Senioren- und Gesangsgruppe des Eggegebirgsvereins (fast wöchentlich),

>> der Städtische Musikverein (wöchentlich),

>> das Seniorencafe der Malteser (monatlich),

>> Einzelveranstaltungen der Diözesancaritas oder der städtischen Caritas,

>> Unterrichtsveranstaltungen in zeitlichen Blöcken,

>> und manches andere.

 

 

2.3 Das Familienzentrum St. Liborius

 

Das Familienzentrum St. Liborius, ehemals Kindergarten St. Liborius, besteht bereits

seit dem 1. Juni 1945. Zurzeit bietet die Einrichtung 86 Plätze für Kinder im Alter von 2-6 Jahren an, davon 54 Ganztagsplätze. Im Familienzentrum werden auch Kinder mit Behinderungen aufgenommen. Eine Aufnahme von jüngeren Kindern ist in Planung.

Am 1. August 2014 wird das Familienzentrum St. Liborius der Kath. Kindertageseinrichtung Hochstift gem. GmbH Paderborn übergeben.

Im Konzept der Pfarrei soll vor allem auf die folgenden zwei Aspekte eingegangen werden, die auch nach der Übergabe ihre Gültigkeit haben.

 

2.3.1 Ein Familienzentrum mit großem Einzugsbereich

 

Im Familienzentrum wird eine große Angebotspalette vorgehalten, die weit über

unsere Pfarrei hinaus wirkt. Von den 86 Familien hat nur ein kleiner Teil seinen Wohnsitz in der Pfarrei. Ca. 25% der Familien gehören einer anderen Konfession oder Religion an bzw. sind konfessionslos. Viele Eltern, die ihr Kind in die Einrichtung schicken, haben einen Arbeitsplatz in der Innenstadt und suchen eine arbeitsplatznahe Betreuung.

Das Familienzentrum bietet darüber hinaus zahlreiche Veranstaltungen an, die von ganz unterschiedlichen Personen wahrgenommen werden, die ebenfalls nur zu einem geringen Teil unserer Pfarrei angehören, wie z.B.: Alleinerziehenden-Treff, Trommelgruppe für Frauen, Musikalische Früherziehung, Beratungsangebote, Handykurse für Senioren usw.

 

2.3.2 Das Familienzentrum als Ort der Familienpastoral

 

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen erreichen durch ihre Arbeit viele Familien, die sich selbst eher als kirchenfern bezeichnen würden.

Im Familienzentrum wird der Jahresfestkreis durch religiöse Feste und Feiern mit den Kindern gestaltet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt neben der Vermittlung religiöser Inhalte darin, Glauben zu wecken und durch Freude am Mitfeiern Glauben zu vermitteln.

Feste und Festzeiten wie das Patronatsfest St. Liborius am 28. Mai, St. Martin, St. Nikolaus, Advent, Weihnachten, St. Blasius, Fastenzeit und Ostern erleben die Kinder nicht nur als traditionelle Feste im Jahreslauf, sondern sie werden mit deren Inhalt und Hintergrund vertraut gemacht. Neben der Vermittlung von Normen und Werten, wie Toleranz auch gegenüber anderen Religionen, sehen die Erzieherinnen ihre Aufgabe darin, den Glauben bewusst im Alltag umzusetzen und dadurch den gesamten Tag zu prägen.

 

Die Seelsorger der Liboriuspfarrei unterstützen

das katechetische Wirken der Erzieherinnen im Familienzentrum Sankt Liborius.

Mit den Kindern werden kirchenjahreszeitlich oder lebensgeschichtlich

bedeutsame Gottesdienste gefeiert.

 

Dazu gehören:

>> die Krippenfeier am Heiligabend in der Gaukirche,

>> die katechetische Feier mit Blasiussegen in der Busdorfkirche,

>> der Kreuzweggottesdienst in der Gaukirche,

>> die Osterkatechese mit Kerzensegnung im Kindergarten,

>> die Liborius-Feier in der Dom-Krypta,

>> der Abschlussgottesdienst für die Entlasskinder.

>> Das Forum steht für Veranstaltungen des Familienzentrums zur Verfügung, z.B.: Großelternnachmittage und

Kleiderbasar.

 

 

2.4 Verbandsarbeit - Bruderschaften

 

Neben den pastoralen Orten der Pfarrei sollen auch die pastoralen Gelegenheiten

erwähnt werden, die die Arbeit der Gruppen und der Bruderschaften ermöglichen, die in einer der drei Pfarrei-Kirchen bzw. im Forum ihr "Zuhause" haben oder der

Liborius-Pfarrei zugeordnet sind.

 

2.4.1 Die Johannes-Bruderschaft

 

Die Statuten der Western-St. Johannes-Bruderschaft sind lt. Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1480 vom damaligen Bischof von Paderborn, Simon III., bestätigt und der Bruderschaft zur treuen Befolgung übergeben worden. Die Bruderschaft war ursprünglich und fühlt sich auch heute noch der Marktkirche zugeordnet. Zum Leben der Bruderschaft gehören jährlich zwei Messfeiern im Januar und im November und eine Wallfahrt nach Verne mit Messfeier und Mariengedenken, der Winterball Anfang Januar und die Jahreshauptversammlung mit Bruderschafts-Mahl im November. Entsprechend dem ursprünglichen Anliegen, Bruderschafts-Mitgliedern in Not beizustehen, unterstützt die Bruderschaft heute jährlich ein caritatives oder soziales Projekt.

Die Bruderschaft wünscht sich mehr Unterstützung durch neue Mitglieder. Die Leitung der Bruderschaft liegt in den Händen eines 9-köpfigen Vorstands. Der Pfarrer der Liboriuspfarrei ist als Geistlicher Begleiter Mitglied des Vorstands.

 

2.4.2 Die Elendenbruderschaft

 

Die Bruderschaft wurde im 15. Jahrhudert gegründet und durch Bischof Simon III. von Paderborn 1492 bestätigt. Sie ist der Gaukirche zugeordnet. Der ursprüngliche Zweck dieser Bruderschaft, die Leichen der verstorbenen Fremden zu Grabe zu tragen, wird wegen der veränderten Zeit- und Lebensverhältnisse heute eher selten notwendig. Der geistliche Zweck, für das Seelenheil der verstorbenen Fremdlinge und Mitbrüder zu beten, wird in der jährlichen Bruderschafts-Messe Anfang November befolgt. Die Mitglieder versammeln sich anschließend zum Brudermahl. Neben der ursprünglichen Aufgabe fördert die Bruderschaft die Betreuung und Resozialisierung der Wohnungslosen.

Die Bruderschaft hat jährlich 5-10 Neuzugänge. Sie wird vom Pfarrer der Liboriuspfarrei und zwei Mitarbeiter geleitet.

 

2.4.3 Die Katholische Frauengemeinschaft

 

Die kfd - St. Liborius hat etwa 170 Mitglieder. Zu den Veranstaltungen im Laufe eines Jahres sind nicht nur kfd-Mitglieder, sondern alle interessierten Frauen eingeladen. Die meisten Mitglieder der Gemeinschaft sind im Seniorenalter. Neumitglieder sind sehr selten. Die Verantwortung über der kfd liegt in den Händen eines 5-köpfigen Leitungsteams. Der Pfarrer der Liboriuspfarrei ist Präses der kfd.

 

2.4.4 Die Malteser Jugend

 

Die Malteser Jugend ist die in Gruppen zusammengeschlossene Gemeinschaft von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Malteser Hilfsdienst e.V. Sie will den Leitsatz der Malteser „Bezeugung des Glaubens und Hilfe für die Bedürftigen“ in jugendgemäßer Weise umsetzen und für die ihr anvertrauten jungen Menschen erlebbar machen.

Die Malteser Jugend in Paderborn ist zugleich die Pfarrjugend in der Liboriuspfarrei.

Diese Doppelfunktion ist eine Besonderheit im Erzbistum Paderborn, die sehr bereichernd ist. Zu den pfarrlichen Aktivitäten gehört Folgendes:

>> Alle zwei Wochen findet im Forum St. Liborius eine Gruppenstunde statt.

>> Über Pfingsten nimmt die Malteser Jugend am viertägigen Malteser Diözesanzeltlager teil.

>> Des Weiteren beteiligt sich die Malteser Jugend im Laufe des Jahres auch an Aktionen in der

Pfarrei - wie z.B. Kinderbetreuungen und Bannerdienste.

Zurzeit hat die Malteser Jugend in Paderborn ca. 40 Mitglieder. Die Altersstruktur reicht von 8 bis 28 Jahren. Die Leitung obliegt dem Stadtjugendsprecher, der für die Dauer von zwei Jahren von der Stadtjugendversammlung gewählt wird.

Der Vikar der Liboriuspfarrei ist als Mitglied des Leitungsteams Geistlicher Begleiter.

 

 

2.5 Der Kirchenvorstand und seine Arbeitsaufteilung

 

Der Kirchenvorstand St. Liborius, der aus 10 Mitgliedern besteht, verwaltet nicht nur

die Finanzen, sondern hat aufgrund der vielen Immobilien der Pfarrei und der Bauprojekte

der letzten und gewiss auch der kommenden Jahre ein intensives Programm zu bewältigen.

Von Januar 1999 bis Dezember 2013 haben 165 Sitzungen stattgefunden. Das waren bisher im Durchschnitt jährlich 11 Sitzungen.

>>> Die Verantwortlichkeit für die Immobilien sind auf einzelne bzw. auf zwei oder

Kirchenvorsteher/innen verteilt.

>>> Ebenso arbeitet ein sechsköpfiger Immobilienausschuss.

 

2.5.1 Immobilien

 

Zum Umfeld der Busdorfkirche gehören 4 Immobilien:

1. Busdorfkirche (Am Busdorf 8), 2. Busdorf(pfarr)haus (Am Busdorf 10), 3. Küsterhaus (Am Busdorf 6), 4. Haus Busdorfmauer 33 (vermietet).

Zum Bereich Gaukirche 7 Immobilien:

1. Gaukirche (Am Markt 12), 2. Pfarrhaus (Domplatz 4), 3. Vikariegebäude (Grube 1) mit Archiv und weiterer Mietwohnung, 4. Küsterhaus (Krumme Grube 4), 5. Haus Krumme Grube 6 (vermietet), 6. Haus Markt 14 (vermietet) und neu 7. das Forum St. Liborius.

Zum Bereich Marktkirche 2 Immobilien:

1. Haus Langenohlgasse 2 (nach Auszug der bisherigen Mieter im März 2014 neue Nutzung in Planung), 2. Marktkirche (Am Kamp 2) zur Nutzung und laufenden Unterhaltung.

Hinzu kommen noch die Kindertagesstätte und das Familienzentrum St. Liborius.

Das sind insgesamt 14 Immobilien.

Bei Nieheim gehört der Pfarrei ein Pachtgrundstück mit Hütte.

Außerdem hat die Pfarrei zwei Erbbaurechtsverträge abgeschlossen:

Sie betreffen die Grundstücke Busdorfmauer 18 und Emmastraße 9 und einen uneingeschränkten Nutzungsvertrag mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat für das Haus Katholische Hochschulgemeinde (Gesellenhausgasse 3).

 

Der Kirchenvorstand steht zurzeit vor folgenden Entscheidungen:

>> Verkauf von Immobilien, die keiner seelsorglichen Nutzung dienen,

>> und Umgestaltung von Immobilien zu Objekten, die sich selber finanzieren.

Ebenso wird den Kirchenvorstand in unmittelbarer Zukunft die Immobilien-Gestaltung

>> für ein Zentralbüro des künftigen Pastoralen Raums Paderborn Süd-Ost inklusive Pfarrei St. Liborius

>> und für die Wohnung des künftigen Propstes und Großraum-Pfarrers

beschäftigen.

 

2.5.2 Abgeschlossene und laufende Bauprojekte

 

>>> Der Kirchenvorstand hat in den vergangenen Jahren die Kindertagestätte St. Liborius

von Grund auf renoviert.

>>> In den letzten Jahren haben der Bau des Pfarrheims „Forum St. Liborius“, die Gestaltung

des Forum-Hofes und der Mauer am Gaukirchweg den Kirchenvorstand sehr intensiv beschäftigt.

>>> Zudem waren einzelne Arbeitsprojekte in und an der Marktkirche aus einer Spende

von 300.000,00 Euro an die Pfarrei zu begleiten. Weitere Renovierungsphasen stehen noch bevor.

 

3. Kriterien für katholisches Gemeindeleben und deren Umsetzung

Wie verwirklichen wir die Grundaufgaben einer Pfarrgemeinde ?

 

Für jede katholische Pfarrei gibt es Aufgaben, die für sie grundlegend und bleibend sind. Zu ihnen gehören drei Grundvollzüge, an denen jede katholische Gemeinde Maß nehmen muss. Überall, wo eine Pfarrei beansprucht, sich als Glied der katholischen Kirche voll zu verwirklichen, müssen diese Grundfunktionen zu finden sein. Diese drei Grundvollzüge sind:

(1) den Glauben verkünden (Martyria),

(2) den Glauben feiern (Liturgia) und

(3) den Glauben im Alltag beispielhaft leben (Diakonia).

Im Leben der Pfarrei überschneidet sich nicht selten die Verwirklichung dieser drei Grundvollzüge christlichen Lebens. Wie werden die drei Grundvollzüge auf der Ebene der Liborius-Pfarrei für die Menschen konkret erfahrbar ?

 

 

3.1 Erste Grundfunktion: Den Glauben verkünden

 

3.1.1 Welche Gelegenheiten zur Glaubensverkündigung bieten wir an ?

 

Der Glaube wird in der Liboriuspfarrei bei vielen unterschiedlichen Gelegenheiten verkündet:

 

>>> in der Sakramentenkatechese: beim Taufgespräch / in der Beicht- und Kommunion-Vorbereitung / in der Firm-

Vorbereitung / beim Traugespräch / beim Beileidsgespräch,

>>> im wöchentlichen Bibelgespräch,

>>> bei den Veranstaltungen des Libori-Donnerstags: Vortragsabende zu Glaubensthemen / Besuch in kirchlichen

Institutionen auf dem Gemeindegebiet / geistliche und thematische Kirchenführungen,

>>> beim Glaubensgespräch "Immer wieder dienstags",

>>> beim Gesprächskreis junger Leute über den "YOUCAT",

>>> bei wenigstens einem Glaubensvortrag, der jährlich im Rahmen der Sitzungen des kfd stattfindet,

>>> beim geistlichen Wort zu Beginn jeder Caritas-Konferenz,

>>> bei den jährlich in der Österlichen Vorbereitungszeit stattfindenden Exerzitien im Alltag,

>>> in der jährlichen Bibelwoche im Januar, die in Zusammenarbeit mit der evangelischen Abdinghofgemeinde

stattfindet.

>>> Auch das wöchentliche Pfarrblatt und vor allem der zweimal im Jahr erscheinende Liborius-Blick hat katechetische Elemente.

>>> In den drei Pfarreikirchen liegen zudem Blätter aus, die in Form einer Kurzführung den Sinn des Kirchenraumes

und mancher liturgischer Orte erschließt.

>>> Bei den religionspädagogischen Einheiten im Familienzentrum.

 

3.1.2 Vorhaben:

 

Eine intensivere Vorbereitung der Eltern auf die Taufe ihres Kindes

Die Gemeindeseelsorger sind dabei zu überlegen, ob das verpflichtende Taufgespräch auf zwei Zusammenkünfte erweitert werden sollte. Dabei könnte auch die Mitarbeit engagierter Eltern einbezogen werden, die diesen Vorbereitungsprozess mit den Seelsorgern begleiten.

Es gäbe dann auch die Möglichkeit, die im Liturgiebuch "Die Feier der Kindertaufe" angebotene "Feier der Eröffnung des Weges zur Taufe" (ebd. S. 141ff) in die längere Vorbereitungsphase einzubeziehen.

 

3.1.3 Vorhaben: Besondere Förderung des Bibelgespräches

 

Gespräche über biblische Texte sind seit dem 2. Vatikanischen Konzil für katholische Gemeinden – wie bisher schon immer in evangelischen Gemeinden – eine Verpflichtung. Die Bibel gehört zur Grundlage unseres Glaubens. Vielleicht können wir von den Muslimen lernen, wie hoch diese ihre heilige Schrift, den Koran, schätzen.

Das Bibelgespräch findet seit 2003 statt - allerdings mit manchen Unterbrechungsphasen. Der Zuspruch an Teilnahme ist auch nach 10 Jahren noch nicht sehr groß. Beim Umgang mit der Heiligen Schrift fragen wir aber nicht: „Gibt es genügend Interessenten oder nicht?“

 

Die Pfarrseelsorger wollen noch mehr tun,

um eine größere Zahl von Gläubigen

für eine Teilnahme am Bibelgespräch zu begeistern.

 

Es findet dienstags um 19.00 Uhr im Forum statt. Die Interessierten sollen aber auch wissen, dass es sich nicht um fortlaufende Gespräche handelt und auch eine punktuelle Teilnahme möglich und erwünscht ist.

Das Bibelgespräch wird im Wechsel von unterschiedlichen Personen geleitet: von einer Vinzentinerin oder von einem der beiden Gemeindeseelsorger.

 

 

3.2 Zweite Grundfunktion: Den Glauben feiern

 

3.2.1 Welche Gelegenheiten zur Mitfeier der Gottesdienste bieten wir an ?

 

In den drei Kirchen der Liboriuspfarrei gibt es umfangreiche Angebote zur Mitfeier von heiligen Messen und von Gebetsgottesdiensten, aber auch die Gelegenheit zur eucharistischen Anbetung. Als Ergänzung zum Folgenden vergleiche auch die Zusammenstellung unter Punkt 2.1 "Die drei Pfarrei-Kirchen".

 

3.2.1.1 Messfeiern

 

Im Wochen-Rhythmus finden in den drei Kirchen der Liboriuspfarrei folgende Messfeiern statt:

>>> Sechs Sonntagsmessen - je zwei in einer der drei Pfarreikirchen - am ersten Sonntag

im Monat 10.30 Uhr in der Busdorfkirche als Familienmesse gestaltet.

>>> Die Abendmesse von Montag bis Samstag in der Gaukirche und je 3 weitere Werktagsmessen am Morgen in der

Busdorf- und ebenso in der Marktkirche.

>>> Festliche Messfeiern an besonderen Tagen der drei Pfarrei-Kirchen (zu den sogen. "Stationsgottesdiensten" vgl.

oben unter Punkt 2.1.1).

 

3.2.1.2 Gebetsgottesdienste

 

Die katholischen Pfarreien und ihre aktiven Gläubigen stehen in der Gefahr, ausschließlich Messfeiern anzubieten. Die Gebetsgottesdienste in Form der offiziellen kirchlichen Stunden- bzw. Tagzeiten-Liturgie und die traditionellen Andachten werden auch von Sonntags- und Werktags-Messbesuchern oft vernachlässigt.

 

Die Seelsorger der Pfarrei

und nicht wenige Gemeindemitglieder und auch Gläubige von außerhalb

haben in den drei Pfarrei-Kirchen die Gebetsgottesdienste

in Form der offiziellen kirchlichen Stunden- bzw. Tagzeiten-Liturgie

und die traditionellen Andachten von Anfang an gepflegt

und möchte das auch weiterhin tun.

Das Tagzeitengebet steht normalerweise unter Leitung eines Priesters,

da dies ihnen in besonderer Weise aufgetragen ist.

 

Es gibt folgende Gebetsgottesdienste:

 

>>> Tagzeiten-Gebet: Das 2. Vatikanische Konzil hat die Tagzeitenliturgie auch für die Pfarreien empfohlen. In der

Liboriuspfarrei wird seit langem wöchentlich ein Morgen- und ein Abendlob gefeiert. Von Mai bis Okt. ist monatlich

eine Komplet in der Libori-Kapelle, ebenso bei der monatlichen Freitagabend-Anbetung in der Gaukirche und beim alle zwei Monate stattfindenden Nightfever-Abend in der Marktkirche.

>>> Wöchentliche Kreuzweg-, Mai- und Rosenkranz-Andachten.

>>> Seit Oktober 2001 gibt es ein wöchentliches Friedensgebet donnerstags um 10.00 Uhr in der Marktkirche in

Verantwortung von Gemeindemitgliedern.

>>> Jährlich finden folgende ökumenischen Gottesdienste statt: am Ende der Bibelwoche, in der ersten Märzwoche aus

Anlass des Weltgebetstags der Frauen, in der Woche vor Pfingsten mit Prozession und in der letzten Woche des Kirchenjahres.

 

3.2.1.3 Eucharistie-Verehrung

 

Von höchster Stelle - vom Papst und von den Bischöfen - wird immer wieder auf die

Bedeutung der eucharistischen Anbetung hingewiesen.

 

Die Gremien der Liboriuspfarrei und nicht wenige Gläubige der Liboriuspfarrei und von außerhalb wünschen auch weiterhin

die Möglichkeit der eucharistischen Anbetung in vielfältiger Weise.

 

>>> Die Möglichkeit zur stillen eucharistischen Anbetung ist täglich in der Kreuzkapelle der Gaukirche gegeben,

>>> ebenso einmal monatlich freitagabends in der Gaukirche mit begleitendem Angebot zum Empfang des

Sakramentes der Versöhnung (Beichte).

>>> In jedem zweiten Monat findet der Nightfever-Abend in der Marktkirche statt: Er umfasst die Messfeier, die

anschließende eucharistische Anbetung, Gesprächs- und Beichtmöglichkeit und die abschließende Komplet.

>>> Das Blasius-Triduum vom 3. bis 5. Februar ist an allen drei Tagen von 10.00 bis 12.00 Uhr und

von 14.00 bis 18.45 Uhr mit einer eucharistischen Anbetung verbunden, die z.T. von Gemeindemitgliedern gestaltet wird.

 

3.2.1.4 Wallfahrten bzw. Wallfahrtsähnliches

 

Wallfahrten werden heute besonders geschätzt. In der Liboriuspfarrei gibt es drei Wallfahrtstermine, zwei auf der Ebene von Gruppierungen und eine auf der Ebene der Pfarrei:

>>> Die kfd veranstaltet jährlich eine Wallfahrt.

>>> Die Johannes-Bruderschaft wallfahrtet jährlich am Sonntag vor oder nach dem Johannesfest (24. Juni) zur

Gottesmutter nach Verne.

>>> Die Gemeinde wandert am Sonntag nach Kreuzerhöhung (14. Sept.) zur Kapelle Hillige Sele. Diese Wanderung,

die der Pfarrgemeinderat organisiert, umfasst auch Wallfahrtselemente: eine Statio bei der Mariensäule und eine Heilig-Kreuz-Andacht in der Kapelle.

 

3.2.2 Viele liturgische Feiern in der Liboriuspfarrei – ein Resümee

 

Die drei Pfarreikirchen mit ihrer reichen Tradition bringen es mit sich, dass es in der Liboriuspfarrei viele liturgische Feiern gibt.

 

3.2.2.1 Die Sonntagsmessen

Es gibt zwei fast zeitgleiche Sonntagsmessen um 8.30 Uhr in der Busdorfkirche und um 9.00 Uhr in der Gaukirche: Die Liboriuspfarrei verschließt sich nicht der Frage, ob hier nicht reduziert werden könnte. Die Gaukirch-Messe ist etwas besser besucht, und sie ist die einzige Messe im ordentlichen Ritus am Sonntagmorgen in der Gaukirche. Daher ist sie vielleicht am ehesten zu erhalten.

 

3.2.2.2 Messfeiern an Werktagen

Auch die Messfeiern an den Werktagen halten das gottesdienstliche Leben in der Busdorf-, in der Gau- und in der Marktkirche lebendig:

Die werktägliche Abendmesse in der Gaukirche

Diese Abendmesse ist als "Scharnier" zwischen Arbeitstag und abendlicher Freizeit ein wichtiger Sammelpunkt gläubiger Christen. Die Feier wird von wenigstens ca. 25 Betern besucht, an den meisten Tagen sind es aber sehr viel mehr (bis um die 50). Die Mitfeiernden kommen aus der Liboriuspfarrei, aber auch aus anderen Gemeinden und gehören zu allen Altersgruppen. Diese Messfeier ist ein sinnvoller Baustein einer künftigen "Citypastoral".

Messfeiern am Werktagmorgen

Neben der Abendmesse in der Gaukirche gibt es - verteilt auf die drei Pfarrei-Kirchen - an jedem Werktagmorgen eine zweite heilige Messe. Bei der Selbstständigkeit der Liboriuspfarrei und zwei hauptamtlichen Priestern ist das kein Problem. An zwei Tagen der Woche gibt es sogar drei Messen. Dies ist aufgrund der Bereitwilligkeit von Pensionären und auch von Priestern im diözesanen Dienst problemlos möglich.

 

Blick in die Zeit des künftigen Pastoralen Raums:

Die Gremien der Liboriuspfarrei sind der Überzeugung,

dass es möglich sein wird, auch täglich zwei Werktagsmessen zu feiern,

wenn die Liboriuspfarrei zum Pastoralen Raum Paderborn-Süd-Ost-Dahl gehört. Dieses Ziel dürfte in den nächsten Jahren erreichbar sein,

weil in der Stadtmitte von Paderborn

viele Priester ohne seelsorgliche Verpflichtung

und ebenso eine Anzahl von Pensionären wohnen.

 

Die bisherige Regelung hat gezeigt, dass diese dankbar sind, auch werktags einmal in einer Gemeindemesse zu zelebrieren - auch wenn es in den Morgenmessen nur wenige Mitfeiernde gibt.

Die Erfahrung in anderen pastoralen Räumen zeigt Folgendes: Die Orientierung der Anzahl der Messfeiern nur an der Zahl der hauptamtlich eingesetzten Priester auszurichten, ruft in vielen Pastoralen Räumen bei den Gläubigen großes Unverständnis hervor.

 

3.2.3 Gottesdienste oder andere Gelegenheiten

mit "niederschwelligem Angebot"

 

Man bezeichnet heute Gelegenheiten im Raum der Kirche für Interessierte, deren Glaube nicht so tief verwurzelt oder kaum entwickelt ist, mit dem Begriff „niederschwelliges Angebot“. Zu ihnen können auch manche Gottesdienste bzw. andere pastorale Gelegenheiten der Liboriuspfarrei gerechnet werden.

 

3.2.3.1 Die ganztägig geöffneten Kirchen

Es ist eine nicht genügend bewusst gemachte pastorale Gelegenheit, dass unsere Kirchen tagsüber geöffnet sind. Viele Christen und gewiss auch Nicht-Christen besuchen im Laufe des Tages vor allem die Gau- und die Marktkirche, aber auch die Busdorfkirche.

>>> Die Gaukirche bietet sich aufgrund der zentralen Lage am Domplatz dazu an.

>>> Die Marktkirche mit ihrem vergoldeten Barockaltar fasziniert die Besucher und lädt zum Verweilen ein.

>>> Die Busdorfkirche wird durch ihre "Randlage" tagsüber weniger besucht. Deshalb ist sie im Inneren durch ein Gitter

geschützt, das aber trotzdem einen weiten Blick in die Kirche ermöglicht.

In allen Kirchen haben die Besucher die Möglichkeit, Kerzen anzuzünden und dies mit einem kurzen Gebet zu verbinden. Nicht wenige Angehörige berichten von ihren Verstorbenen, dass diese zwar selten zur Sonntagsmesse gegangen sind, aber immer wieder eine Kerze in einer unserer Kirchen oder im Dom angezündet haben - wie ein "glimmender Docht" des Glaubens, von dem der Prophet (Jes 42,3) und der Evangelist (Mt 12,20) sprechen.

 

Die Gremien der Liboriuspfarrei hoffen,

auch in Zukunft die Kirchen offen halten zu können,

zumal in den letzten Jahren

keine Zerstörungen und Verunehrungen mehr vorgefallen sind.

 

3.2.3.2 Die beiden Krippenfeiern am Heiligabend

Die Krippenfeiern finden in der Gaukirche für Vorschulkinder und in der Busdorfkirche

für Kinder im Grundschulalter statt. Die Kinder werden bei diesen Feiern von ihren Eltern begleitet. Auf diese Weise erreichen wir auch erwachsene Christen, die wohl eher sonntags nicht an einer Messfeier teilnehmen. Die meisten dieser erwachsenen Christen würden sonst wohl auch am Weihnachtsfest keine Messe besuchen.

Die Gaukirch-Krippenfeier bereitete bisher das Familienzentrum mit Kindern dieser Einrichtung vor. Nach der Übergabe an die Kindertageseinrichtung Hochstift muss neu überlegt werden, wer in Zukunft die Vorbereitung des Krippenspiels in der Gaukirche übernimmt. In der Busdorfkirche liegen die Vorbereitung und Durchführung der Krippenfeier mit den Erstkommunionkindern in den Händen eines Priesters und einiger Eltern.

 

3.2.3.3 Der Blasius-Segen in der Busdorfkirche

In der Busdorfkirche wird seit dem 17. Jahrhundert eine besondere Form des Blasius-Segens praktiziert. Gewiss hat der Empfang des Blasius-Segens, der vom 3. bis 5. Februar ab 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr zu jeder vollen Stunde (außer 13.00 Uhr) ausgeteilt wird, für viele die Ebene eines niederschwelligen Angebots. Die Empfänger kommen häufig, ohne in der Kirche wenigstens für kurze Zeit zu stiller Besinnung zu verweilen. Aber vielleicht geschieht dieses In-sich-Gehen auch bei nicht wenigen Empfängern in der Zeit, wenn sie in einer längeren Reihe auf den Empfang des Blasius-Segens warten.

 

Blick in die Zeit des künftigen Pastoralen Raums:

Der Blasius-Segen wird während des Triduums bisher

abwechselnd von den beiden Gemeindepriestern gespendet.

Die Gremien der Pfarrei wünschen im Blick auf den künftigen Pastoralen Raum, dass schon für das Blasius-Triduum 2015

Pensionäre und Priester im diözesanen Dienst angesprochen werden,

die bei der dreitägige Spendung des Blasius-Segens

die Pfarrseelsorger unterstützen.

 

3.2.3.4 Vorschläge für weitere "niederschwellig" angesetzte Gottesdienste

Aufgrund der zentralen Lage der drei Pfarrei-Kirchen wären weitere, auch neuere Angebote von Gottesdiensten für diejenigen möglich, die der Kirche ferner stehen. Zum Beispiel:

>>> die immer wieder in der Literatur erwähnte Segensfeier für Verliebte am Valentinstag im Februar,

>>> eine Segnung für Menschen, die vor einem besonderen Geburtstag stehen, oder für Paare, die ein Ehejubiläum

feiern, dies aber nicht in der Hochform der Messfeier vollzogen haben möchten.

>>> Vielleicht sollten die Priester auch noch mehr die Möglichkeit einer Haus- oder Wohnungssegnung bekannt

machen. Diese Feiern können bewusst machen, dass Ehe und Familie eine Kirche "im Kleinen" sein sollen.

 

 

3.3 Dritte Grundfunktion: Den Glauben im Alltag beispielhaft leben

 

Die dritte Grundfunktion, den Glauben leben, sehen wir in unserer Pfarrei nicht nur im Bereich des caritativen und sozialen Engagements verwirklicht. Den Glauben leben - das geschieht auch durch sinnvolle gemeinsame außerliturgische Feiern und Aktionen, die dem Kontakt in der Gemeinschaft dienen.

 

3.3.1 Wo liegen Schwerpunkte unserer caritativen Arbeit ?

 

3.3.1.1 Hausbesuche

Hausbesuche der Priester finden aus Anlass der normalerweise monatlichen Kran

kenkommunion statt, ebenso aus Anlass des Todes eines Familienmitglieds bei dessen Familie.

 

3.3.1.2 Die Caritas-Konferenz

Zur Arbeit der Caritas-Konferenz gehören folgende Aktionen:

>>> Das Projekt Straßenkinder in Königsberg: Unterstützung durch den Erlös aus regelmäßigen Waffelback-

Aktionen und Spenden.

>>> Das Projekt Wohnungslose: Einmal im Monat sind die Wohnungslosen in der Liboriuspfarrei zu Gast. Die

Caritas-Konferenz bereitet dazu im Forum ein Frühstück vor.

>>> Über 300 Geburtstagsbesuche werden jährlich bei den 80., 85. und ab den 90. Geburtstagen von den Mitarbeiterinnen der Caritas-Konferenz gemacht. Die große Zahl ist u.a. durch die drei Altenheime auf dem Gemeindegebiet bedingt.

>>> Jedes Jahr findet Anfang Oktober ein Krankennachmittag mit Messfeier und Kaffeetrinken statt.

>>> Im zeitlichen Umfeld des Patronatsfestes Ende Mai organisiert die Caritas-Konferenz in den drei Altenheimen

Segensfeiern mit anschließendem geselligen Beisammensein.

>>> Kaum der Öffentlichkeit bekannt sind die Hausbesuche oder Gespräche in bestimmten Notsituationen, um

sich ein Bild zu verschaffen für eine sinnvolle Unterstützung von Hilfsbedürftigen.

 

3.3.2 Sinnvolle außerliturgische Zusammenkünfte und Feiern

 

3.3.2.1 Der Sonntagstreff

Auf Wunsch von Gemeindemitgliedern findet seit Mai 2012 am ersten Monatssonntag ein Sonntagstreff im Forum statt. Er gibt den Besuchern der Messfeiern von 10.00 bis 13.00 Uhr die Gelegenheit zum Kennenlernen und zum gemeinsamen Essen und Trinken. Selbstverständlich sind auch Gemeindemitglieder und Gäste eingeladen, die nicht am Sonntagsgottesdienst teilnehmen.

Die Organisation und Durchführung des Treffens liegt in den Händen des Pfarrgemeinderates in Zusammenarbeit mit neun sich Sonntag für Sonntag abwechselnden Gruppen und Vereinen.

 

3.3.2.2 Pfarr- und Patronatsfest

Die jährlichen Pfarrfeste der Liboriuspfarrei von 2000 bis 2004 und 2009 bis 2010 wurden ein Jahr nach der Eröffnung des Forums (2013) in neuer Form wieder aufgenommen. Das Pfarrfest findet in Zukunft zusammen mit dem Patronatsfest St. Liborius am Wochenende vor Pfingsten statt. Dieses Datum orientiert sich an der Ankunft der Reliquien des hl. Liborius in der Stadt Paderborn, nämlich zwei Tage VOR dem Pfingstfest 836 - damals am 28. Mai.

Das Pfarr- und Patronatsfest beginnt mit einem Dämmerschoppen am Samstagabend,

hat seinen Höhepunkt im festlichen Hochamt und der Prozession und klingt mit dem Kaffeetrinken am Nachmittag des Sonntags aus.

Die Organisation des Festes liegt beim Pfarrgemeinderat und bei vielen zusätzlichen ehrenamtlichen Mitarbeitern.

 

3.3.2.3 Die Libori-Oase

Die Idee eines Treffs zu Libori wurde 2005 in die Tat umgesetzt. Nach vier immer erfolgreicheren Jahren pausierte die Libori-Oase in der Zeit des Neubaus des Forum St. Liborius für drei Jahre. Bei der Wiedereröffnung im Jahr 2012 übertraf der große Besucherandrang alle Erwartungen. Inzwischen arbeiten in der Oase 160 ehrenamtliche Helfer aus der Gemeinde und aus der Gemeinde angeschlossenen Gruppierungen und Institutionen.

Die Leitung und Organisation übernehmen zwei Leitungsgruppen: zum einen zwei Kirchenvorstandsmitglieder (und ihre Ehefrauen), die die Verantwortung für die Organisation und die Finanzen tragen, und zum anderen eine Gruppe von Ehrenamtlichen, die die Verantwortung für die Küche und den Waffelstand, den Getränkewagen und den Grillwagen sowie die Kinderangebote übernehmen. Um diese Arbeit durchgehend an neun Tagen leisten zu können, nehmen sich beide Gruppen Urlaub, um in der Libori-Oase zu arbeiten.

2013 kam noch ein neues Angebot hinzu: ein vegetarischer Stand, der das bisherige Angebot ergänzt. Die zuständigen Damen arbeiten ebenfalls ehrenamtlich.

Die jährlichen Gewinne aus der Oase sind inzwischen nicht mehr ausschließlich zur Erhaltung des Forums bestimmt, sondern auch zur Unterstützung der Gemeindegruppen und sozialer Projekte in unserer Heimatstadt.

Zur Bereicherung der Oase organisiert der Pfarrgemeinderat seit 2012 wechselnde Kunstausstellungen.

 

3.3.2.4 Wanderung zur Hilligen Sele

Die jährliche Wanderung zur Kapelle Hillige Sele hat neben Wallfahrtselementen (siehe oben 3.2.1.4) auch einen geselligen Teil: Nach der Andacht findet im Forsthaus zwischen Dörenhagen und Kapelle ein Kaffeetrinken statt.

Die Organisation der Wanderung und des Kaffeetrinkens liegt beim Pfarrgemeinderat und bei weiteren zusätzlichen ehrenamtlichen Mitarbeitern.

 

3.3.2.5 Jährliche Nikolausfeier

Schon in der früheren Busdorfpfarrei gab es Anfang Dezember eine Nikolausfeier auf Gemeindeebene. Die Liboriuspfarrei hat diese Feier übernommen und führt sie in der Regel am Zweiten Adventssonntag durch. Sie findet im Forum St. Liborius statt. Eingeladen sind Familien mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter.

Die Vorbereitung und Durchführung liegt in der Hand des Kreises, der die

Familienmessen vorbereitet.

 

3.3.2.6 Senioren-Angebote

Seit der Öffnung des Forum St. Liborius wurde das Senioren-Angebot von einer

zu einer dreimal monatlich stattfindenden Zusammenkunft ausgeweitet. Neben den Nachmittagen mit kulturellem, informativem oder glaubensvertiefendem Charakter gibt es auch Nachmittage mit spielerischen und sportliche Aktivitäten.

Die Organisation liegt in den Händen von Gemeindemitgliedern.

 

3.3.2.7 Geburtstagsfeiern

Aus Anlass des 65. (einmal jährlich) und des 70. (zweimal jährlich)

Geburtstags von Gemeindemitgliedern erfolgen Einladungen zu einem Kaffeetrinken, dem sich Informationen über die Liboriuspfarrei und zu aktuellen Fragen anschließen.

Die Organisation liegt in den Händen von Gemeindemitgliedern. Für die Informationen und für die Beantwortung von Fragen steht normalerweise der Propst zur Verfügung.

 

3.3.2.8 Ökumenisches Miteinander

Am letzten Tag der Ökumenischen Bibelwoche, die in der letzten Januarwoche im Evangelischen Gemeindehaus stattfindet, treffen sich die Abdinghofgemeinde und Liboriuspfarrei zu einem Gespräch mit Imbiss im Forum St. Liborius. Die Zusammenkunft wird vom Pfarrgemeinderat organisiert.

Der Weltgebetstag der Frauen mit ökumenischem Gottesdienst und anschließender

Zusammenkunft findet jährlich wechselweise im evangelischen Gemeindehaus oder im Forum St. Liborius statt. Das Treffen wird je nach Ort von der kfd St. Liborius oder von der evangelischen Frauenhilfe vorbereitet.

Nach dem ökumenischen Gottesdienst mit Prozession in der Woche vor Pfingsten ist die katholische Gemeinde im evangelischen Gemeindehaus zu Gast.

Dieses ökumenische Miteinander ist schon seit vielen Jahren selbstverständliche gute Gewohnheit geworden.

 

3.3.3 VORHABEN: Umgang mit den Neuzugezogenen

Die Liboriuspfarrei hat während einiger Jahre die Neuzugezogenen zu einer Zusam

menkunft eingeladen. Manchmal wurden mehr als 500 Einladungen verschickt. Die Reso

nanz der Geladenen war sehr schwach. Nie waren es mehr als 10 Personen, die der Einladung folgten.

 

Der Pfarrgemeinderat hat sich entschieden,

den Neuzugezogenen nur noch einen Willkommensgruß und Informationen

über die Pfarrei zuzusenden.

Es soll auch das Angebot gemacht werden,

die neubezogene Wohnung oder das neue Haus segnen zu lassen.

 

3.3.4 Neues auf den Weg bringen?

 

Wegen der vielen älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

möchte der Pfarrgemeinderat vorerst keine neuen Projekte in Angriff nehmen. Zunächst ist viel wichtiger,

mehr und vor allem jüngere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

als Verantwortliche für bereits laufende Aktionen zu gewinnen.

 

 

3.4 Den Glaubensweg mit Kindern und Jugendlichen

von der Taufe bis zu Firmung begleiten

 

Angeregt durch das Buch der liturgischen Institute im deutschen Sprachgebiet „Getauft und was dann?“ und erweitert um Feiern mit Kindern im Vorschulalter,

unterstützt die Liboriuspfarrei die Kinder auf ihrem Glaubensweg durch besondere „Mini“-Gottesdienste und bezieht die Eltern mit ein.

 

3.4.1 Die Segensfeiern für Kinder im 1. bis 5. Jahr nach der Taufe

 

Im 1. bis 5. Jahr nach der Taufe werden die Kinder über die Eltern schriftlich eingeladen, an einer 20- bis 30-minütigen Segensfeier teilzunehmen. Von den eingeladenen Kindern mit ihren Eltern kommen höchstens die Hälfte der Angeschriebenen. Aber diese Feiern sind eine pastorale Gelegenheit für die Eltern, mit ihren Kindern auf der Ebene der Pfarrei kindgemäße Kurzgottesdienste zu feiern. Diese finden in der Gaukirche statt.

>>> Alle Feiern beginnen am Taufbrunnen mit einem Taufgedächtnis, bei dem die Kinder dem Alter entsprechend

einbezogen sind.

>>> Im ersten Jahr erhalten die Eltern am Ende der Feier ein Gefäß mit Weihwasser.

>>> Im zweiten Jahr folgt dem Taufgedächtnis ein Gang zur Marienfigur. Dort stellen die Kinder ein Licht auf und

nehmen nach der Feier ein Doppelblatt mit Foto des Marienbildes und mit dem Text des „Ave Maria“ mit nach Hause.

>>> Im dritten Jahr folgt dem Taufgedächtnis ein Gang zum Ambo mit dem Evangeliar. Den Kindern wird ein Heftchen

mit einer biblischen Erzählung überreicht.

>>> Im vierten Jahr stellen sich die Kinder mit ihren Eltern nach dem Taufgedächtnis um den Hauptaltar auf. Nach einem Gebet erhalten sie ein Gebetsheftchen, in dem jeweils ein Bild mit einem Morgen-, einem Tisch- und einem Abendgebet korrespondiert.

>>> Im fünften Jahr endet das Taufgedächtnis mit einem Gang zum Tabernakel: Er wird geöffnet, und den Kindern

wird der Kommunionkelch gezeigt. Die Kinder bekommen zum Schluss der Feier in Anlehnung an das Ewige Licht ein rotes Glas mit einem Teelicht geschenkt.

Diese Gottesdienste sind auch bereits eine Vorbereitung auf die künftige

Sakramentenkatechese ab der 3. Klasse. Bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Gottesdienste wird der Priester von zwei Frauen aus der Pfarrei begleitet.

 

3.4.2 Übergabe-Feiern für Kinder im Grundschulalter

 

Im 1. und im 2. Schuljahr findet für die Kinder mit ihren Eltern eine besonders gestaltete Werktagsmesse statt, an der auch die Gemeinde teilnimmt.

Die Erstklässler werden zu einem Kreuz-Übergabe-Ritus eingeladen: Das Symbol des Kreuzes wird ihnen in zweifacher Form „übergeben“: durch die Bezeichnung auf der Stirn (vgl. die Signatio zu Beginn der Tauffeier), aber auch am Ende der Messe durch die Übergabe eines kleinen Bronzekreuzes an die Kinder. In der Zweiten Klasse findet während der Messfeier der Ritus der Übergabe einer (Kinder-)Bibel statt. In beiden Feiern kommt bei der Verkündigung der besondere Anlass in kindgemäßer Weise zum Tragen.

Die Durchführung dieser beiden Riten wird von zwei Frauen aus der

Pfarrei begleitet.

 

3.4.3 Der Weg zur Erstbeichte und Erstkommunion und ihre Feiern

 

Die Anzahl der Kommunionkinder ist in der Liboriuspfarrei nicht sehr groß: Von 1999 bis 2013 waren es durchschnittlich 21. Die Höchstanzahl war 36 (1999) und die niedrigste Teilnahmeanzahl 7 (2013).

Die kleine Zahl ist zum Teil dadurch bedingt, dass manche Kinder der Liboriuspfarrei in Kirchen zur Erstbeichte und Erstkommunion gehen, die in der Nähe ihrer Grundschule liegen. Dabei wird von den Eltern leider mehr von der Ebene der Schule her gedacht. Das Band mit der eigenen Pfarrei kann dadurch nicht geknüpft werden. Damit sind die Kinder auch für einen späteren möglichen Ministrantendienst in der Liboriuspfarrei

verloren. Die kleine Anzahl der Kinder bringt aber auch eine große Chance mit sich: Jedes

Kind kann bei der Katechese und den Feiern leichter einbezogen werden.

 

3.4.3.1 Die katechetische Vorbereitung

Die Katechese der Erstkommunionkinder der Liboriuspfarrei kann nicht im Rahmen von schulischen Seelsorgestunden stattfinden. Die Kinder besuchen fünf verschiedene Grundschulen (Karl-, Luther-, Dom-, Stephanus- und Marienschule).

Die Sakramentenkatechese findet ab Beginn des 3. Schuljahrs wöchentlich am Donnerstag- oder Freitagnachmittag im Forum Sankt Liborius statt. Die Kinder sind bei der Katechese am Nachmittag auch ausgeruhter als in einer 5. oder 6. Schulstunde. Die Mädchen und Jungen verbinden zudem die Katechese mit der Kirchengemeinde und ordnen sie nicht als Schulangelegenheit ein.

Die Eltern werden in der Zeit von September bis März viermal zu Elternabenden eingeladen. Das Getauftsein, die Bedeutung der Sonntagsmesse, das Sakrament der Versöhnung, die Erstkommunionfeier und die laufenden Termine sind Inhalt der Gespräche.

In den letzten Jahren ist es fast jedes Jahr gelungen, die Eltern und ihre Kommunionkindern zu einem gemeinsamen Wochenende von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag zu begeistern.

Die Katechesen und die Elternabende liegen in den Händen von Propst und Vikar, die sich dabei abwechseln.

 

3.4.3.2 Die Messfeier mit öffentlichem Taufbekenntnis

In der Liboriuspfarrei ist die Messfeier mit Erstkommunion nicht die einzige besondere Gottesdienst-Feier der Kinder. Höhepunkte der Einführung in die Sakramente sind DREI festliche Gottesdienste.

In den ersten Wochen der Erstkommunionkatechese, nachdem über die Taufe und das Getauft-Sein gesprochen wurde, findet die ERSTE der drei Feiern statt. Während einer Sonntagsmesse legen die Kommunionkinder zum ersten Mal – natürlich in kindgemäßer Form - öffentlich das Taufbekenntnis ab. Zu Beginn dieser Feier werden sie mit Namen und Wohnort aufgerufen und so der Gemeinde vorgestellt.

 

3.4.3.3 Die Erstbeichte und die folgende Dankmesse

Die Erstbeichte der Kinder findet an einem Samstag zu Beginn der Österlichen Bußzeit statt. Am folgenden Sonntag ist die ZWEITE öffentliche Feier mit den Kommunionkindern und ihren Eltern. Wir feiern sie als Gemeindemesse zum Dank für die Vergebung, die Gott uns schenkt. Dieses Thema bestimmt auch die Verkündigung. Bei der Messfeier wird die Taufkerze entzündet: Den Kindern soll das Zeichen der brennenden Taufkerze deutlich machen, dass sie die Aufgabe haben zuhause, in der Schule und in der Freizeit mit Christus „wie ein Licht“ zu leben.

 

3.4.3.4 Die Mitfeier der österlichen Drei-Tage-Feier

Die Mitfeier des österlichen Triduums ist fester Bestandteil der Kommunion-vorbereitung. Die Kinder werden mit ihren Eltern zu den wichtigsten Feiern eingeladen:

>>> zur Mitfeier der Messe vom Letzten Abendmahl in der Gaukirche und zu einer unmittelbar vorausgehenden

kurzen Vorbereitung,

>>> zum Fastenmittagessen am Karfreitag und zur anschließenden Teilnahme an der Feier vom Leiden und Sterben

des Herrn in der Markkirche: Sie nehmen aber nur am Wortgottesdienst und an der Kreuzverehrung teil, damit es für die Kinder nicht zu lang wird - die Großen Fürbitten haben deshalb ihren „Ort“ erst nach der Kreuzverehrung,

>>> zu einem Termin am Karsamstag, bei dem eine Osterkerze gebastelt und das „Heilige Grab“ in der Busdorfkirche

besucht wird,

>>> zur Teilnahme am Osterhochamt in der Busdorfkirche, bei dem die von den Kindern gebastelten Osterkerzen

gesegnet werden.

 

3.4.3.5 Die Messfeier mit Erstkommunion und Begleitendes

Die Erstkommunionmesse ist die DRITTE unter den großen Feiern der Erstkommunionphase. Sie findet ohne „thematische Verzweckung“ (ohne besonders ausgewähltes „Thema“) statt. DAS Thema der Feier ist allein die Kommunion mit Christus. Wegen der kleinen Anzahl kann während der Feier jedes Kind mit einer kleinen Aufgabe betraut werden:

Christusrufe sprechen, das Messbuch halten, das Evangelienbuch bringen, Evangelien-Kerzen tragen, eine Fürbitte vortragen, den Kelch bringen, die Gaben bringen u.a.m.

Die Erstkommunionfeier bildet mit der zweiten Beichte am Tag vor der Feier, einer

sehr kurzen Andacht am Festtagsabend und der Dankmesse am Montagmorgen eine Einheit.

 

3.4.4 Die Familienmessen

 

An jedem ersten Sonntag im Monat findet in der Busdorfkirche eine Familienmesse statt. Vorrangig werden die Eltern mit Kindern der Grundschule angesprochen. Die Kinder im Vorschulalter werden während der Feier durch Katechetinnen bzw. Erzieherinnen in einem Nebenraum betreut („Kinderkirche“).

Die Familienmesse wird von einer Müttergruppe vorbereitet. Die Begleitung

der Messfeier durch einen Instrumentalkreis musste nach dem Wegzug der

Leiterin leider beendet werden. Wir sind auf der Suche nach einer neuen Lösung.

 

3.4.5 Der Ministrantendienst

 

Der Dienst als Ministrant oder Ministrantin erwächst aus der Gruppe der Kinder, die in der Liboriuspfarrei zur Erstkommunion gehen. Die katechetische und die übungstechnische Vorbereitung beginnt mit einem Kurs am Ende der 3. Klasse und wird in der 4. Klasse fortgesetzt. Eine Messfeier am Christkönigssonntag des Erstkommunionjahres ist in der Regel der Rahmen für die Einführung der neuen Messdiener.

Die Einführung in den Ministrantendienst liegt in den Händen des Vikars.

 

Blick in die Zeit des künftigen Pastoralen Raums:

Die Gremien der Liboriuspfarrei wünschen sich

als künftiger Teil des Pastoralen Großraums mit großem Nachdruck ,

dass ihre Pfarr-Kinder auch im Blick auf eine künftige Mitarbeit in der Pfarrei

die Hinführung zu den Sakramenten der Versöhnung und der Eucharistie

im Rahmen der Liboriuspfarrei erhalten und sie dort auch feiern.

 

3.4.6 Die Firmvorbereitung und die Firmung

 

Die Firmung wird in der Liboriuspfarrei alle zwei Jahre gespendet – in der Regel im Mai oder Juni. Die Vorbereitung liegt in den Händen des Vikars und weiterer drei oder vier Firmkatecheten. In der Vorbereitungszeit findet auch ein Elternabend statt.

Ungefähr sieben Monate vor der Firmung werden alle Jugendlichen der 8. und 9. Klassen unserer Pfarrei angeschrieben und eingeladen, sich persönlich zur Firmvorbereitung anzumelden.

 

3.4.6.1 Die Firmkurstage

Die Firmkurstage finden normalerweise samstags statt. Sie geben den Katecheten die besondere Gelegenheit, den christlichen Glauben mit Worten zu verkünden.

Beim ersten Firmkurstag werden den Jugendlichen verschiedene Praktika zum Kennenlernen der Pfarrgemeinde vorgestellt.

Dazu zählen die Begleitung bei Krankenbesuchen, die Mitarbeit beim monatlichen Sonntagstreff, bei den Frühschichten in der Adventszeit, beim Dreikönigssingen, bei den Waffelbackaktionen, beim Obdachlosenfrühstück, bei den Nightfever-Gebetsabenden u.a.

Zu Anfang der Adventszeit versammeln sich die Jugendlichen zum zweiten Firmkurstag. Zum Abschluss findet eine Messfeier in der Gaukirche mit Vorstellung der Firmbewerber statt. Am Ende der Feier können von Gemeindemitgliedern Gebetspatenschaften übernommen werden.

Der dritte und vierte Firmkurstag hat das Glaubensbekenntnis und die Zeichen der Firmung zum Thema.

Der fünfte Firmkurstag hat die Beichtvorbereitung zum Inhalt. Zwei Wochen später empfangen die Jugendlichen das Sakrament der Versöhnung. Bisher hat in der Liboriuspfarrei noch nie ein Firmbewerber den Empfang des Sakramentes der Versöhnung

verweigert.

 

3.4.6.2 Besondere Gottesdienste

In der Zeit der Firmvorbereitung werden die Jugendlichen auch zu besonderen

Gottesdiensten eingeladen. Ihnen soll deutlich werden, dass es auch zum Christsein

gehört, den Glauben zu feiern.

>>> Auf Dekanatsebene findet eine Jugendmesse in der Kiliankirche statt.

>>> Ein weiteres Angebot ist das Taizé-Gebet im Paderborner Dom.

>>> Zur Vorbereitung auf das Osterfest findet einen Jugendkreuzweg in der Marktkirche statt.

>>> Im Rahmen der Firmvorbereitung übernehmen die Jugendlichen an vier Fastensonntagen verschiedene liturgische

Dienste, wie das Ministrieren und das Vortragen von Christus-Anrufungen, Fürbitten und von einem kleinen meditativen Text.

>>> Die Nightfever-Abende ermöglichen den Firmbewerbern ein Vertrautwerden mit einer neueren Form von

Gottesdiensten. Diese Gebetsabende sind offene Gebetsabende, zu denen Passanten eingeladen werden, eine Kerze in der Kirche anzuzünden. Bei Musik und Kerzenschein ist Gelegenheit zum Gebet und zu einem persönlichen Gespräch mit einem Priester.

Leider sind die aller-meisten Firmbewerber nicht zu einer regelmäßigen Mitfeier der Sonntagsmesse zu bewegen. Die Seelsorger haben auch berechtigte Zweifel, ob sie während der Firmvorbereitungszeit wenigstens Weihnachten bzw. Ostern zur Messfeier kommen.

 

3.4.6.3 Besondere Aktivitäten

Besondere Aktivitäten machen den Firmbewerbern deutlich, dass es Aufgabe der Christen ist, den Glauben auch im Alltag zu leben:

>>> Ein Bildvortrag macht die Jugendlichen mit sozialen bzw. caritativen Themen bekannt.

>>> Alle Firmbewerber holen am dritten Advent das Friedenslicht aus Bethlehem vom Bahnhof und bringen es in die

drei Altenheime auf dem Gebiet der Pfarrei.

>>> Ein Besuch im Hospiz „Mutter der Barmherzigkeit“ wird angeboten.

>>> Den Glauben leben – dazu gehören auch die Praktika, die den Firmbewerbern beim ersten Firmkurstag vorgestellt

wurden (vgl. unter Punk. 3.4.6.1).

Während der Zeit der Firmvorbereitung fahren die Jugendlichen für ein

Wochenende nach Harderhausen. Dieses Wochenende ist ebenso eine besondere Gelegenheit, das Christsein im Miteinander zu erleben.

 

3.4.6.4 Die Messfeier mit Firmung und was ihr vorausgeht und folgt

Zum gegenseitigen Kennenlernen und um über die Firmfeier zu sprechen,

wird der Bischof, der der Messfeier mit Firmung vorsteht, ins Forum der Pfarrei zu einem Gespräch eingeladen.

Das Sakrament der Firmung wird während einer Messfeier in der Marktkirche gespendet. Am Abend vorher üben alle Firmbewerber für diese Feier.

Bei einem Nachtreffen mit allen Gefirmten werden Bilder und Erlebtes in gemütlicher Runde noch einmal ausgetauscht. In bestimmten Abständen treffen sich die Neugefirmten, die Interesse an weiteren Zusammenkünften haben, die sie dann inhaltlich mitgestalten können. Daraus resultiert oft eine weitere Mitarbeit in verschiedenen Bereichen unserer Gemeinde, z.B. als Lektor, als Teilnehmer an der Gesprächsrunde YOUCAT, als Helfer beim Sonntagstreff oder bei der Nikolausfeier u.a.

 

 

3.5 Der Pfarrgemeinderat und seine Arbeitsgruppen

 

Der Pfarrgemeinderat (PGR) der Liboriuspfarrei besteht zurzeit aus 15 Mitgliedern.

Sie sind auf drei Wegen bestimmt worden:

>>> Durch die Neuwahl im November 2013 gibt es acht gewählte Mitglieder.

>>> Durch Berufung gibt es fünf weitere Mitglieder, die der Pfarrer nach Rücksprache des

PGRs ausgesprochen hat:

>> einen Vertreter der Malteser Jugend,

>> einen Vertreter aus einer der vielen auf dem Pfarrgebiet ansässigen Ordensgemeinschaften

>> und drei Mitglieder, die sich bereits durch ihr bisheriges Engagement bzw. Interesse ausgezeichnet haben.

>>> Geborene Mitglieder sind der Pfarrer und der Vikar.

Die Tätigkeit des PGRs vollzieht sich im Rahmen der drei Grundvollzüge der

Katholischen Kirche: Liturgie, Verkündigung und Caritas. Innerhalb dieses Rahmens trägt

und gestaltet der PGR das Leben der Pfarrgemeinde. Dazu nimmt er einerseits die

Bedürfnisse und Herausforderungen in der Liboriuspfarrei wahr. Andererseits sieht er

seine besondere Aufgabe darin, sinnvolle Schwerpunkte zu setzen, entsprechende

Maßnahmen zu beschließen und durchzuführen. Es ist einleuchtend, dass die wenigen

Mitglieder des PGR nicht alle Aufgaben allein bewältigen können. Daher ist es wichtig, alle

Kräfte der Pfarrgemeinde zusammenzuführen, damit diese das Gemeindeleben

mitgestalten.

 

3.5.1 Arbeitsgruppen des Pfarrgemeinderates

 

Der PGR arbeitet mithilfe mehrerer Gruppierungen, deren Aktivitäten die

Schwerpunkte widerspiegeln. Zurzeit gibt es folgende Sachausschüsse und Arbeitskreise:

SA Bildung

Zu seinem Aufgabengebiet gehört die Organisation und Durchführung der Libori-Donnerstage in Form von Vorträgen, Kirchenführungen, Besuch von Institutionen usw. Dieser Arbeitskreis arbeitet mit dem Dekanatsbildungswerk zusammen und organisiert den vom Dekanat geförderten BILDungsPUNKT.

SA Musik

Dieser Sachausschuss organisiert jährlich drei musikalische Veranstaltungen:

>> in der Gaukirche das Weihnachts-Singen,

>> in der Busdorfkirche ein Osterkonzert,

>> in der Marktkirche „Libori-Licht-Musik“.

Zu seinen Aufgaben gehört auch die Bereitstellung der Musik beim Jahresempfang der Gemeinde und die Organisation eines Ad-hoc-Chores für die Osternachtfeier.

Redaktion Liborius-Blick

Zu Beginn des Advents und Mitte des Jahres erscheint in der Liboriuspfarrei der ca. 50-seitige Gemeindebrief „Liborius-Blick“, für dessen Herausgabe das Redaktionsteam verantwortlich ist.

 

3.5.2 Gestaltung besonderer Feiern und Zusammenkünfte

 

Einen wichtigen Schwerpunkt der Arbeit des PGRs bildet die Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Feiern im Gemeindeleben. Dazu gehören:

>> der Neujahrsempfang,

>> der Empfang am Ende der ökumenischen Bibelwoche,

>> die Agape nach der Osternachtfeier

>> und die Wanderung zur Hilligen Sele.

Ebenso begleitet der PGR den Sonntagstreff, der an jedem ersten Sonntag im

Monat im Forum Sankt Liborius stattfindet und der von einzelnen Gruppen der Gemeinde durchgeführt wird (vgl. Punkt 3.3.2.1).

Darüber hinaus sieht der PGR es als besondere Aufgabe an, durch weitere Aktivitäten das Forum St. Liborius mit Leben zu füllen. Hierzu gehören unter anderem auch die Ausstellungen während der Libori-Oase.

 

3.5.3 Kurzer Blick in die Zukunft

 

Gewiss wird der PGR auch bei der Verwirklichung der besonderen Zukunftsaufgaben,

die unten Punkt 4 genannt werden, sein besonderes Engagement ein bringen, vor allem bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter für die Aufgaben in der Gemeinde.

 

4. Wo sehen wir unsere besonderen Zukunftsaufgaben?

 

Im Folgenden werden vier Aufgabenfelder genannt, die in den nächsten Monaten bzw. im Laufe der nächsten zwei Jahre neu bearbeitet bzw. ganz neu erarbeitet werden sollen. Diese Aufgaben sind nicht im Sinne einer "additiven" Pastoral zu verstehen. Sie belasten nicht primär den Einsatz der Seelsorger, sondern sollen deren Dienst durch Ehrenamtliche unterstützen bzw. ersetzen.

(1)

Von vorrangiger und höchster Wichtigkeit ist für unsere Pfarrei die Werbung neuer Mitarbeiter und die Anerkennung ihres ehrenamtlichen Einsatzes.

Bei dem vielfältigen Angebot der Pfarrei und den vielen bereits älteren Mitarbeitern sind vor allem jüngere Mitarbeiter als Ergänzung und Unterstützung gefragt.

(2)

Auf den Weg gebracht werden soll die Bildung von drei Verantwortlichen-Kreisen für die Busdorf-, die Gau- und die Marktkirche.

(3)

Die bereits begonnenen Überlegungen zur Ausbildung von Verantwortlichen für spirituelle Kirchenführungen müssen weiterentwickelt werden.

(4)

Nicht neu sind schließlich Überlegungen zur Öffentlichkeitsarbeit, die ebenfalls zielführend in Angriff genommen werden soll.

 

Der Pfarrgemeinderat wird sich regelmäßig vergewissern, ob diese Aufgabenfelder bearbeitet werden.

 

 

4.1 Die unerlässliche Vorbedingung zukünftiger Aktivitäten:

neue ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

 

Rückschau und heutige Situation

Durch den Zusammenschluss der ehemaligen Busdorf-, Dom-, Gaukirch- und Marktkirchgemeinde zur Pfarrei St. Liborius wurden auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter dieser Gemeinden zusammengeführt. Es entstand ein großer Pool von Personen, die sich einerseits in den Gremien der Pfarrei wie PGR und Kirchenvorstand engagierten. Anderseits standen sie auch als "freie" Mitarbeiter - z.B. als Helfer oder Helferinnen beim Gottesdienst oder bei der Durchführung von nicht-gottesdienstlichen Veranstaltungen zur Verfügung und haben sich so aktiv in das Leben der Liborius-Gemeinde eingebracht. Seit Entstehen der Liboriuspfarrei sind dann auch noch viele neue Mitarbeiter dazugekommen.

Was nehmen wir zurzeit wahr und was wird unsere besondere Aufgabe sein ?

 

Durch die Mitarbeit in der Gemeinde haben die "Ehrenamtlichen"

vielfältige Kenntnisse über unsere Gemeinde erworben.

Damit dieser große Erfahrungsschatz nicht verloren geht,

sondern weitergenutzt und entwickelt werden kann, ist es wichtig,

kontinuierlich auch neue und jüngere Helferinnen und Helfer

für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Gemeinde zu gewinnen.

So vermeiden wir auch eine Überalterung unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter.

 

Maßnahmen zur Mitarbeiter-Werbung

Eine vorbereitende Maßnahme wäre die Anlage einer Mitarbeiter-Kartei.

>> Diese Kartei könnte einen Einblick über die genaue Altersstruktur unserer Mitarbeiter

und Mitarbeiterinnen ermöglichen.

>> Zudem wäre dann leicht ein Überblick möglich, für welche Bereiche der Pfarrarbeit vorrangig neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden müssen.

>> Eine solche Kartei verschafft auch einen guten Überblick, um in Zukunft einer besseren

Anerkennung der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu dienen - u.a. aus Anlass

von Geburts- und Namenstagen oder auch Jubiläen.

Die eigentliche Aufgabe wäre jedoch zunächst die Werbung neuer Ehrenamtlicher.

>> Wie werben wir? Durch Flyer, Aufrufe im Pfarrblatt und im Liborius-Blick?

Von besonderer Bedeutung ist gewiss die persönliche Ansprache.

 

Es ist also eine wichtige Aufgabe des Pfarrgemeinderates, die Bereiche des Neueinsatzes von Ehrenamtlichen zu bedenken und den Weg der Werbung zu diskutieren. Dabei soll auch der Glaubenshintergrund bedacht werden, dass wir als Getaufte alle Berufene sind und dass wir als Pfarrei mit unseren Seelsorgern und Aktiven anderen helfen müssen, ihre konkrete Berufung in und für die Gemeinde zu erkennen.

 

 

4.2 Bildung eines Liturgie-Kreises für die drei Pfarrei-Kirchen

 

Die Busdorfkirche, die Gaukirche und die Marktkirche sollen auch

in Zukunft Räume mit lebendigen Gottesdienstversammlungen bleiben.

Deshalb brauchen diese ein Gremium,

das sich für das gottesdienstliche Leben in den drei Kirche einsetzt.

 

Die Aufgabe des Liturgie-Kreises

>>> Er versteht sich als Ideen-Geber für das Leben in den drei Kirchen.

>>> Er nimmt als ganzer oder durch Vertreter an den Stationsgottesdiensten der Kirchen teil.

>>> Er trägt Sorge dafür, dass wöchentlich oder jahreszeitlich bestimmt zusätzlich zu den Messfeiern

Gebetsgottesdienste stattfinden:

> in der Marktkirche - zurzeit das wöchentliche Friedensgebet am Donnerstag und Kreuzweg-

andachten in der österlichen Bußzeit und Mai- bzw. Rosenkranzandachten in den Monaten Mai und Oktober,

> in der Gaukirche - zurzeit die wöchentliche Laudes mit Öffnung des Tabernakels in der

Kreuzkapelle am Samstag und die wöchentliche Vesper mit sakramentalem Segen am Sonntag,

> in der Busdorfkirche - zurzeit Kreuzweg in der österlichen Bußzeit, Mai- bzw.

Rosenkranzandachten in den Monaten Mai und Oktober.

>>> Er organisiert Präsenz-Dienste in den Kirchen für besondere Tage und Zeiten.

>>> Vorschläge und Beratung über sinnvolle Anschaffungen oder Renovierungen.

Dazu gehört auch, dass sich ein Kirchenvorsteher und ein weiteres Mitglied des Liturgie-Kreises über die Konten der Kirche und informieren, um eine realistische Grundlage zu haben für Wünsche um mögliche Anschaffungsvorschläge für die Kirchen.

 

Zusammensetzung des Liturgie-Kreises

>>> Leiter des Kreises ist der Pfarrer der Liboriuspfarrei oder ein von ihm bestellter

anderer Priester, der regelmäßig in den drei Kirchen Gottesdiensten vorsteht.

>>> Aus PGR und KV wird jeweils ein Verantwortlicher in den Liturgie-Kreis gewählt.

>>> Mitglied ist der/die Haupt-Küster/in oder, wenn die Teilnahme an einer Sitzung nicht möglich ist,

sein/ihr Vertreter/in.

>>> Aus den regelmäßigen Gottesdienst-Teilnehmern jeder der drei Kirchen wählt der Pfarrer je zwei

Vertreter/innen aus.

>>> Mit Zustimmung des Pfarrers und nach Rücksprache mit dem PGR und dem KV können weitere

Interessenten aufgenommen werden. Der Kreis sollte aber, um arbeitsfähig zu sein,

die 12er-Zahl nicht überschreiten.

 

Zusammenkünfte des Liturgie-Kreises

Er kommt vier Wochen vor der 40-Tage- und vor der Adventszeit zusammen, ebenso wenigstens zu zwei weiteren Terminen im Jahr.

Zur Orientierung des Kreises bzgl. der drei Pfarrei-Kirchen gehört zu den regelmäßigen Tagesordnungspunkten auch die Vergewisserung …:

(1) … über besondere Gottesdienste außerhalb des Wochen-Rhythmus: Stationsgottesdienste,

Gebetsgottesdienste, Gottesdienste von Vereinen, Gruppierungen und Institutionen usw.,

(2) … über Angebote von regelmäßigen Kirchenführungen,

(3) … über musikalische Angebote (Kirchenkonzerte u.ä.).

 

 

4.3 Ausbildung von Verantwortlichen für Kirchenführungen

 

Was wollen wir damit erreichen? Wer soll damit erreicht werden?

Neben dem Dom sind vor allem die Gau-, die Busdorf- und die Marktkirche Räume, die von

vielen Gästen in Paderborn besucht werden. Zudem gibt es in der Paderborner Bevölkerung ein Interesse, mehr über die Innenstadt-Kirchen zu erfahren. Das gilt auch von der Libori-Kapelle, die etwas abseits liegt, die aber der Sorge der Liboriuspfarrei anvertraut ist.

 

Die Gremien der Liboriuspfarrei fördern das Bemühen,

ihre drei Kirchengebäude Interessierten zu erschließen.

Dabei soll es nicht in erster Linie

um baugeschichtliche bzw. historische Erklärung der Kirchen gehen.

Das Ziel sollen geistliche Kirchenführungen

und in diesem Rahmen auch thematische Führungen sein.

 

Solche Kirchenführungen können auf einfache Weise Glaubensverkündigung vermitteln - vor allem auch für Fernstehende. Die Ermöglichung solcher Führungen muss für die Liboriuspfarrei mit ihren drei traditionsreichen Kirchen in Zukunft eine bleibende Verpflichtung sein.

Beabsichtigt ist zudem, die Gruppierung, die eine Kirchenführung mitgemacht hat, anschließend zu einem Gespräch ins Forum St. Liborius einzuladen. Das böte die Chance, das bei der Kirchenführung Gesehene und Gehörte zu vertiefen.

 

Welches Ziel ist beabsichtigt ?

Unser Ziel ist es, am Glauben interessierte Gemeindemitglieder oder andere katholische Christen aus der Stadt Paderborn, die sich der Liboriusgemeinde verbunden fühlen, anzusprechen, ob sie bereit sind, sich zu Kirchenführern im oben beschriebenen Sinn ausbilden zu lassen.

Die Einladung zur Teilnahme ist bewusst an alle interessierten katholischen Christen auch außerhalb der Liboriuspfarrei gerichtet. Zum einen sind die alten Pfarrkirchen Busdorf-, Gau- und Marktkirche die „Mutterkirchen" aller Paderborner Gemeinden und deshalb von hohem Interesse für die gesamte Kernstadt. Zum anderen lässt sich das Projekt auch auf andere Kirchen der Stadt übertragen. Die Befähigung, Kirchenführer zu sein, kann auch für jede der Kirchen des pastoralen Raums Paderborn-Süd-Ost-Dahl nutzbar gemacht werden.

 

Bereits auf dem Weg

Der Ausbildungskreis für Kirchenführer im oben genannten Sinn hat bereits mit der Arbeit begonnen. Er wird von einem Mitarbeiter im Erzbischöflichen Generalvikariat und vom Vikar der Pfarrei geleitet.

 

 

4.4 Projekte für die Öffentlichkeitsarbeit

 

4.4.1 Erstellung eines Flyers über die Pfarrei

 

Ziel des Flyers

Er soll eine Aufstellung der vielfältigen Gegebenheiten und Aktivitäten der Gemeinde in nicht allzu langer Form bieten. Er könnte Neuzugezogenen, aber auch neuen Helferinnen und Helfern sowie interessierten Gästen zur Verfügung gestellt werden.

 

Auf Vorhandenes zurückgreifen

>>> Vor einigen Jahren ist bereits ein Flyer für Neuzugezogene erarbeitet worden.

>>> Zudem gibt es ein achtseitiges Heftchen, das bei den Zusammenkünften der 65- und 70- Jährigen über die Besonderheiten der Liboriuspfarrei informiert.

>>> Auch die Homepage der Pfarrei kann Orientierungspunkte für einen aktuellen Flyer geben.

>>> Bei einem neuen Flyer sollten Hinweise auf Parkmöglichkeiten in der Nähe der Kirchen und des Forums nicht vergessen werden.

 

PGR-Arbeitsgruppe Flyer

Der Pfarrgemeinderat wird sich um die Bildung einer AG Flyer bemühen, die in Absprache mit den

Seelsorgern und Pfarrsekretärinnen einen ersten Entwurf erstellt.

 

4.4.2 Erstellung eines Flyers über den BILDUNGSPUNKT Forum St. Liborius

 

Forum St. Liborius - BILDUNGSPUNKT

Seit 2013 ist das Forum St. Liborius auch ein vom Dekanatsbildungswerk geförderter BILDUNGSPunkt. Durch diese – auch finanzielle – Förderung ist es möglich, einen Flyer mit einem Halbjahres-Programm der Veranstaltungen zu erstellen.

 

Erarbeitung des Flyers

Die Erarbeitung des Layouts geschieht durch ein professionelles Unternehmen. Die inhaltliche Ausgestaltung übernimmt die AG Libori-Donnerstag, die auch das halbjährliche Programm der Libori-Donnerstage erstellt und organisiert.

 

4.4.3 Aufstellung eines Schaukastens bei den Kirchengebäuden

 

Die Situation

Immer wieder ist von an unseren drei Pfarrei-Kirchen Interessierten angemahnt worden, dass es

keine Möglichkeit gibt, auch abends bei geschlossenen Kirchen Informationen über die Gottesdienste zu erhalten. Zumindest für die Gaukirche sind Überlegungen bereits früher einmal angestellt worden, wegen des Pfarrheimbaus aber dann nicht weiter verfolgt worden.

 

Aufgabe des Kirchenvorstandes

Der Kirchenvorstand wird die Aufstellung eines Schaukastens zum Thema seiner Überlegungen machen. Dabei wird er Rücksprache mit der Stadt und ggf. mit der unteren Denkmalbehörde nehmen.

 

5. Zusammenarbeit zwischen der Liboriuspfarrei

und dem Dom / der Bischofskirche

Überlegungen von Propst Nübold

nach 16jähriger Erfahrung als Pfarrer der Liboriuspfarrei

 

5.1 Die Gottesdienst der Liboriuspfarrei im Dom

 

Nach Auflösung der früheren Dompfarrei haben sich im Laufe der Jahre folgende Termine herausgebildet, zu denen die Liboriuspfarrei im Dom Gottesdienst feiert.

(1)

Am Ersten Adventssonntag übernimmt die Pfarrei jährlich am Tag der ewigen Anbetung um 15.00 Uhr eine Betstunde im Dom.

(2)

Am Fronleichnamsfest beteiligt sich die Liboriuspfarrei an der Bischofsmesse und an der anschließenden Stadtprozession. Propst und Vikar konzelebrieren bei der Messfeier, tragen bei den ersten beiden Prozessionsabschnitten das Allerheiligste und sind auch Zelebranten bei den Stationen vor der Marktkirche und vor dem Rathaus.

(3)

Während der Liboriwoche übernimmt die Pfarrei - normalerweise unter der Leitung des Propstes - die letzte Betstunde vor der Feier der Reposition des Liboriusschreins.

(4)

Die Liboriuspfarrei gestaltet bei der jährlichen Stadtprozession am Fronleichnamsfest auch die Prozessionsaltäre vor der Marktkirche und bei der Prozession am ersten Liboriussonntag vor dem Rathaus.

(5)

An zwei Tagen feiert die Liboriuspfarrei unter der Leitung ihrer Seelsorger einen Stationsgottesdienst in der Domkrypta. Die Messfeiern beginnen mit einer Statio im Westchor des Domes und einer Prozession durch den Dom in die Krypta. Die beiden Tage sind:

>>> der 28. Mai - der Tag, an dem die Gebeine des heiligen Liborius im Jahre 836 Paderborn erreichten. Dieser Tag ist das werktägliche Patronatsfest der Liboriuspfarrei.

>>> der 29. August - der Gedenktag der Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers. Dieser Tag ist das frühere Patronatsfest der Dompfarrei und für die Liboriuspfarrei seit ihrer Gründung das Fest einer ihrer Begleitpatrone.

Die Liboriuspfarrei ist dem Domkapitel dankbar, dass sie diese beiden Tage durch eine festliche Messe in der Domkrypta begehen kann.

 

 

5.2 Gemeindegottesdienste als Kathedralgottesdienste?

 

Der folgende Gedankengang geht davon aus, dass es Gottesdienste gibt, die nicht primär Kathedral-, sondern Pfarr- bzw. Gemeindegottesdienste sind. Dazu zählen eindeutig alle Formen von Andachten (Sonntags-, Kreuzweg-, Mai- und Rosenkranzandachten).

(1)

In der ersten Zeit der Liboriuspfarrei wurden die Verantwortlichen für die Domliturgie gefragt, ob die Liboriusgemeinde die sonntägliche Dom-Andacht um 17.00 Uhr als Gemeindegottesdienst übernehmen könnte. Die ehemalige Domgemeinde gehörte ja inzwischen zur Liboriuspfarrei. Diese Bitte wurde abgelehnt.

Als dann 2006 vom Dom das Angebot über eine Übernahme kam, hatte die Liboriuspfarrei bereits die Sonntagsabendmesse in der Gaukirche gestrichen und dort eine Vesper eingeführt (seit Januar 2006). Dies hat sich bis heute bewährt und ist zudem ein sinnvoller Abschluss der täglichen stillen eucharistischen Anbetung.

Die sonntägliche Dom-Andacht besteht bis heute noch. Warum wird sie nicht abgeschafft und die (wenigen) Teilnehmer auf die Vesper mit eucharistischen Segen in der Gaukirche verwiesen ?

(2)

Als weitere Frage stellt sich, ob es nicht sinnvoll wäre, im Dom auch die Kreuzweg-, Mai-

und Rosenkranzandacht zu streichen und sie der Liboriuspfarrei zu überlassen. Dann könnten diese Andachten in der Gaukirche gehalten werden.

 

 

5.3 Abstimmung der Messzeiten zwischen Dom und Liboriuspfarrei

 

Die Liboriuspfarrei wünscht sich eine Rücksichtnahme gegenüber den Zeiten der Messfeiern in der Liboriuspfarrei, die sich seit langem bewährt haben.

(1)

In der Gaukirche gibt es seit 1998 an jedem Werktagabend um 18.00 Uhr eine gutbesuchte Messfeier. Ohne Rücksprache mit der Liboriuspfarrei wurde seit 2010 (?) fast zeitgleich mit dieser Messe an Hochfesten, die auf einen Werktag fallen, im Dom ein Pontifikalamt eingeführt.

>>> Hätte man nicht das Kapitelsamt um 9.00 Uhr im Dom an diesen Tagen

aufwerten können?

>>> Bedauerlich ist es auch, dass das festliche Einläuten dieses Pontifikalamtes

störend ist für die hochfestliche Messe in der Gaukirche, die um 18.00 beginnt.

(2)

Die Liboriuspfarrei hat ihre Christmesse am Heiligabend um 22.00 Uhr bereits aus der Gaukirchpfarrei übernommen. Seit 2004 wird sie in der Marktkirche gefeiert und war lange Zeit sehr gut besucht. Im Jahre 2011 ist ohne Rücksprache mit der Liboriuspfarrei die Christmesse im Dom von 23.00 Uhr auf 22.00 Uhr vorverlegt worden – genau auf die Zeit, in der die Christmesse in der Liboriuspfarrei stattfindet. Warum? Für die Christmesse in der Marktkirche bedeutete dies eine Einbuße an Mitfeiernden.

>>> Wäre es nicht sinnvoller, wenn wenigstens die Bischofskirche orientierend für

das ganze Erzbistum eine Christmesse feiert, die auch real die mitternächtliche Stunde berührt ? Bei dem Zeitansatz um 23.00 Uhr war das der Fall.

 

Eine Absprache und Rücksichtnahme auf die Gegebenheiten der Innenstadtpfarrei seitens der Verantwortlichen für die Messen im Dom täten der Liboriuspfarrei gut.

 

 

5.4 Zukunftsüberlegungen zu den Sonntagsmessen in der Innenstadt

 

Die Messfeiern des Sonntags decken besondere Zeiträume ab:

>>> den VOR-Abend, der seit alters her durch die erste Sonntagsvesper als "Tor" in den Sonntag geheiligt ist,

>>> den Sonntagmorgen, den die Evangelien mit der Entdeckung des leeren Grabes Jesu und der Begegnung des Auferstandenen mit den Frauen verbinden, und

>>> den Sonntagabend als die besondere Zeit der Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern.

(1)

Der Vorabend des Sonntags hat zwei zeitparallele Messfeiern um 18.00 Uhr im Dom und

um 18.00 Uhr in der Gaukirche. Beide sind nicht gut besucht. Es wäre wünschenswert,

dass die für die Messen im Dom Verantwortlichen zugunsten der Liboriusgemeinde auf diese Vorabendmesse verzichten. Sollte die Gaukirche die Teilnehmer nicht fassen, könnte die Liboriuspfarrei in der Busdorfkirche um 17.00 Uhr eine Messe einführen und am Sonntag die Frühmesse um 8.30 Uhr ausfallen lassen.

Der Dom hat seit Anfang Januar 2014 sehr sinnvoll eine Vesper zum Auftakt des Sonntags eingeführt (die sogen. 1. Vesper des Sonntags). Die Vesper am Samstag im Dom wird um 17.15 Uhr gefeiert. Nun gibt es ortsnah samstags die Erste Vesper im Dom und sonntags die Zweite Vesper in der Gaukirche.

Die Einführung wäre eine Gelegenheit gewesen. die Vorabendmesse um 18.00 Uhr

zugunsten der Liboriuspfarrei abzuschaffen.

(2)

Am Sonntagmorgen gibt es ein sehr umfangreiches, vielleicht sogar ein zu reiches Angebot

an Messen in der Innenstadt. Auch da wäre bei künftigen Entwicklungen ein Gespräch zwischen Dom, Liboriuspfarrei und Franziskanerkirche sinnvoll.

(3)

Am Sonntagabend werden in der Innenstadt drei Messen gefeiert: um 18.00 Uhr im Dom, um 18.30 Uhr in der Franziskanerkirche und um 19.00 Uhr die Hochschulmesse in der Marktkirche. Die Liboriusgemeinde hat 2006 auf die 18.00-Uhr-Messe in der Gaukirche verzichtet und ein Abendlob eingeführt.

Die derzeitigen Abendmessen in der Innenstadt um 18.00 Uhr, um 18.30 Uhr und um 19.00 Uhr sind ein sinnvolles Angebot.

 

Wer wollte bestreiten, dass die Aussage eines Domkapitulars stimmt: "Der Dom ist eine selbstständige Größe". Aber überall werden in den Pastoralen Räumen die Sonntagsmessen aufeinander abgestimmt. Es wäre ein sinnvolles Zeichen, wenn der Dom und die Innenstadtkirchen sich beispielhaft anschließen bzw. vorangehen würden.

 

6. Zusammenfassung: Bewährtes bewahren und Neues wagen

 

Jesus sagt von einem Gesetzeslehrer, der später Christ geworden ist, dass er einem Hausherrn gleicht, „der aus seinem Vorrat Neues und Altes hervorholt“ (Mt 13,52).

Im Konzept der Libioriuspfarrei sind Neues und Altes gesammelt:

>>> „Altes“, dass schon in den vier Vorgänger-Pfarreien existiert hat, bis heute von Gläubi

gen gut angenommen wird und sich deshalb bewährt hat.

>>> „Neues“, das erst in den mehr als 15 Jahren Liboriuspfarrei entwickelt worden ist.

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand der Liboriuspfarrei sind froh und stolz über diesen reichen Schatz von Aktivitäten.

Aber wir wollen dabei nicht stehen bleiben: Es gibt auch bis Ende August 2015, bevor die Pfarrei ein Glied des Pastoralen Raumes Süd-Ost-Dahl wird, noch viel zu tun - vor allem die Werbung neuer Mitarbeiter/innen.

Wir möchten im künftigen Pastoralen Raum „unser Altes und Neues“ mitbringen. Und wir hoffen, dass dabei ein fruchtbarer Austausch mit unseren neuen Partner-Pfarreien geschieht, der weiteres Neue eröffnet.

 

Wir sind zuversichtlich, dass das Forum St. Liborius und das Familienzentrum St. Liborius Orte aktiven seelsorglichen Lebens bleiben und sich auch noch weiter entwickeln.

Unsere große Sorge ist es aber, dass das gottesdienstliche Angebot der Liboriuspfarrei einem vorgeplanten „Regel-Werk“ unterworfen wird, und dass das Besondere der Glaubenstradition der drei Pfarrei-Kirchen und ihre pastoralen Gelegenheiten nicht weiter gepflegt werden. Sie werden nämlich von vielen Menschen der ganzen Stadt Paderborn geschätzt und wahrgenommen.

Was meinen wir mit dem „Regel-Werk“ ? – Erfahrungen aus anderen Pastoralen Räumen:

>>> Montags und samstag finden keine Gottesdienste statt.

>>> Gottesdienste mit weniger als 10 Teilnehmern werden abgeschafft.

>>> Selbst bereitwillige pensionierte Priester werden nicht eingeplant

 

Christus, der Hirte der Kirche,

erfülle unsere und die Hoffnung all derer,

die auch weiterhin unsere drei Pfarr-Kirchen, unser Forum und das Familienzentrum

als sinnvolle und wohltuende PASTORALE ORTE erleben möchten.

 

Für den Pfarrgemeinderat - die Mitglieder des Vorstandes

 

 

___________________ ___________________ ___________________

Margarete Gieseke Achim Jordan Franz Steffenfauseweh

 

 

 

Für den Kirchenvorstand - die stellvertretenden Vorsitzenden

 

 

___________________ ____________________

Christa Hohmann Dr. Matthias Loddenkemper

 

 

Die Pfarr-Seelsorger - der Pfarrer und der Vikar

 

 

_____________________________ _____________________________

Propst Dr. Elmar Nübold Pastor Franz-Josef Rose

Anhang I

Beschlüsse des Pfarrgemeinderates und des Kirchenvorstandes

 

 

I.

Aus: Protokoll der 2. Pfarrgemeinderatssitzung am 2. April 2014

 

Anwesende: Propst Dr. Nübold, Bruder Rainer, Pastor Rose,

Ludger Fromme, Margret Gieseke, Markus Halsband,

Achim Jordan, Adelheid Liekmeier, Malteser Daniel Koch,

Franz Steffenfauseweh, Monika Tanger, Claudia Bremshey

 

Beratungspunkt 8:

Beschluss zum Konzept der Pfarrei

Zur abschließenden Konzeptberatung liegen der Einladung an die PGR-Mitglieder zwei überarbeitete Anhänge vor. Der PGR genehmigt diese einstimmig. Dem KV muss das Dokument zur abschließenden Beratung noch vorgelegt werden. In einer Pfarrversammlung am 4. Sept. 2014 soll das Konzept der Pfarrei vorgestellt werden.

 

 

II.

Aus: Protokoll der 168. Kirchenvorstandssitzung am 29. April 2014

 

Anwesende: Karl Auffenberg, Christa Hohmann, Franz-Josef Krüger,

Norbert Linnebank, Dr. Matthias Loddenkemper, Monika Pieper,

Manfred Pietsch, Carsten Schulze, Propst Dr. Elmar Nübold, Achim Jordan (als PGR-Mitglied), Hans-Josef Knoop (als Gast bei den Tagesordnungspunkten 1. – 4.)

 

Beratungspunkt 1:

Beschluss zum Konzept der Pfarrei

Die zusammenfassenden 15 Leitsätze und das Abschlusswort (Pkt.6) wurden einstimmig angenommen. Besonderer Nachdruck wurde auf die Leitlinie gelegt, die die Hinführung der Kinder zu den Sakramenten betrifft: Das Anliegen soll im Blick auf die künftige Mitarbeit von Kindern in der Pfarrei verstärkt zum Ausdruck gebracht werden.

 

 

III.

Zum Weg des Konzepts und ein Dank

 

Der Pfarrgemeinderat hat sich

während der Klausurtage am 16./17. März 2012, am 15./16. Februar 2013 und am 7./8. März 2014 mit der Erstellung des Konzepts befasst.

Voraus gingen Sitzungen der Steuerungsgruppe.

Ebenso flossen die Vorschläge der Gemeindeversammlung am Samstag, 12. Februar 2012,

in die Konzeptarbeit ein.

Die Arbeit der Klausurtage und der Steuerungsgruppe

und die Organisation der Gemeindeversammlung

geschahen unter Begleitung des Mitarbeiters im Erzbischöflichen Generalvikariat Clemens Reith,

dem wir unseren besonderen Dank ausgesprochen haben.

 

Anhang II

Urkunde der Errichtung der Pfarrei

33098 Paderborn - Kamp 38

33044 Paderborn - Postfach 1427

Tel: (05251) 125327 + 125250

Urkunde über die Errichtung der katholischen Kirchengemeinde

(Pfarrei) St. Liborius, Paderborn

 

Nach Durchführung der erforderlichen Anhörungen wird hiermit folgendes bestimmt

Artikel 1

Die Dompfarrei St. Johannes Baptist, die Gaukirchpfarrei St. Ulrich, die Busdorfpfarrei St. Petrus und Andreas und die marktkirchpfarrei St. Pankratius werden gemäß c.121 CIC zu einer neuen Pfarrei vereinigt.

Damit sind die vorgenannten Pfarreien aufgelöst.

Rechtsnachfolgerin der aufgelösten Pfarreien ist die neue Pfarrei St. LIBORIUS.

Artikel 2

Das Gebiet der neuen Pfarrei besteht aus den Gebieten der gemäß Artikel 1 vereinigten Pfarreien. Die textliche und zeichnerische Grenzbeschreibung der neuen Pfarrei ergibt sich aus der Anlage.

Artikel 3

Die neue Pfarrei führt den Namen: „ST.LIBORIUS“

Patron der neuen Pfarrei ist der heilige Liborius. Die bisherigen Pfarrpatrone sind Konpatrone.

Die Kirchen der neuen Pfarrei behalten ihre Titel (c.1218CIC)

Artikel 4

Der jeweilige Pfarrer der Pfarrei St. Liborius führt den Titel : „Propst“

Artikel 5

Kirchenbücher, Akten und Archive gehen auf die neue Pfarrei über.

Artikel 6

Die neue Pfarrei übernimmt die Rechte, d.h. alle Güter und Vermögensrechte, die den vereinigten Pfarreien zustanden, und alle Verbindlichkeiten, mit denen die vereinigten Pfarreien belastet waren.

Artikel 7

Die betroffenen Pfarreien übergeben zum 1.9.1998 ihren Vermögensstatus in dem alle Aktiva und Passiva dargestellt sind, sowie eine Auflistung aller Rechte und Verpflichtungen. Eine entsprechende Aufstellung für die Dompfarrei übergibt das Metropolitankapitel.

Artikel 8

Bei Zweckbestimmung der Güter und Erfüllung der Verbindlichkeiten bleiben der Wille der Stifter und Spender sowie wohlerworbene Rechte gewahrt.

Artikel 9

Die Baulastverpflichtungen des Landes Nordrhein-Westfalen hinsichtlich der Busdorfkirche, des Busdorfpfarrhauses und des Busdorfküsterhauses, sowie der Gaukirche, der Gaukirchpfarrhauses und des Gaukirchküsterhauses bleiben bestehen.

Die Markt- und Universitätskirche St. Franziskus Xaverius, die durch Fürstbischöfliches Dekret vom 8.7.1784 der Marktkirchgemeinde als Pfarrkirche zugewiesen worden istmsteht im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen (Paderborner Studienfonds).

Die Markt- und Universitätskirche St. Franziskus Xaverius, die Busdorfkirche und die Gaukirche mit den dazugehörenden Pfarrhäusern und Küsterhäusern erfüllen weiterhin ihre bisherige Zweckbestimmung.

Artikel 10

Kirchliche Institutionen mit eigener Rechtspersönlichkeit auf Ortsebene, die bisher von den Kirchenvorständen der vereinigten Pfarreien bzw. als Rechtsträger der inkorporierten Dompfarrei vom Metropolitankapitel verwaltet und vertreten wurden, bleiben bestehen. Sie werden künftig vom Kirchenvorstand der neuen Pfarrei verwaltet und vertreten.

Artikel 11

Die Pfarrgemeinde St. Liborius Paderborn wird zum 1.9.1998 errichtet.

 

Paderborn, den 23.7.1998, am Fest des heiligen Liborius Der Erzbischof von Paderborn

Johannes Joachim Degenhardt

Anhang III

Die Geschichte der Pfarrei

 

Errichtung der Pfarrei Sankt Liborius Paderborn

Zum 1. September 1998 errichtete Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt mit einer

Urkunde, die das Datum des Liborifestes – 23. Juli – trägt, die neue Pfarrei Sankt Liborius Paderborn:

- Die bisherigen Pfarreien Marktkirchpfarrei St. Pankratius (ca. 1000 Jahre),

Busdorfpfarrei St. Petrus und Andreas (ca. 900 Jahre), Gaukirchpfarrei St. Ulrich (ca. 800 Jahre) und Dompfarrei St. Johannes Baptist (ca. 700 Jahre) werden aufgelöst und zur Liborius-Pfarrei vereinigt.

- Neben dem Hauptpatron Sankt Liborius werden die Patrone der bisherigen Pfarreien

Konpatrone.

- Der Titel „Propst“ für den bisherigen Pfarrer der Gaukirchpfarrei geht auf den Pfarrer

der Liboriuspfarrei über.

- Der Erzbischof und der Generalvikar überreichten für den jeweiligen Pfarrer der

Liboriuspfarrei ein Propstkreuz mit den Symbolen des Pfarrpatrons und der Konpatrone. In diesem Propstkreuz ist eine Reliquie des hl. Liborius geborgen.

 

Grundaufgabe – Orte der neuen Pfarrei – Elemente der Einheit

Die Grundaufgabe am Anfang war das Zusammenwachsen der vier Bezirke, die ehemals

selbstständige Pfarreien waren. Aufgrund dieser Vorgegebenheiten stellte sich die Frage: Wie viel Einheit muss die neue Pfarrei haben und wie viel drei- bzw. vierfältige Verschiedenheit kann sie vertragen?

Die Orte der neuen Pfarrei lassen sich kurz so umschreiben:

- Zur Pfarrei gehören drei Pfarrei-Kirchen, die Busdorf-, die Gau- und die Marktkirche.

- Zur Pfarrei gehören der Liboriuskindergarten und -hort (5-gruppig) aus der ehemaligen

Dompfarrei (Kunigundisheim) und der Pankratiuskindergarten (2-gruppig) aus der ehemaligen Marktkirchpfarrei (Kleppergasse).

- Ein Gesamtpfarrheim gibt es nicht: Es gibt zunächst Pfarr-Räume aus der

Busdorfpfarrei im Haus Busdorfmauer 33 (drei kleine Räume), aus der Dompfarrei im Kunigundisheim (ein großer Saal im Dachgeschoss), aus der Gaukirchpfarrei im Pfarrheim Grube 1 (ein größerer Raum) und aus der Marktkirchpfarrei im HOT Marienstraße (ein größerer und ein kleinerer Raum).

Erste Elemente der Einheit in der Pfarrei sind:

- EIN Pfarrer, EIN Vikar, EINE Gemeindereferentin,

- EIN Kirchenvorstand (gewählt am 5./6. Dezember 1998),

- EIN Pfarrgemeinderat (gewählt am 29./30. Mai 1999),

- EIN gemeinsamer Kirchenchor,

- EINE gemeinsame Caritas-Arbeit,

- EINE gemeinsam organisierte Kinder- und Jugendarbeit,

- die terminliche Abstimmung bei besonderen Gottesdienstangeboten (Stunden- bzw.

Tagzeitenliturgie, Bußgottesdienste, Kreuzweg, Maiandachten, Rosenkranzgebet).

 

Was wurde aus den bisherigen drei Pfarreien übernommen ?

>>> Aus der Gaukirchpfarrei die Idee eines Weihnachtssingens am Ende der

Weihnachtszeit.

>>> Aus der Dom- und Marktkirchpfarrei die jährliche ökumenische Bibelwoche im Januar.

>>> Die intensive Feier des Blasius-Triduums aus der Busdorfpfarrei.

>>> Der ökumenische Weltgebetstag der Frauen Anfang März.

>>> Aus der Gaukirchpfarrei die in den Sommermonaten stattfindende Donnerstags-

Komplet in der Libori-Kapelle.

>>> Aus der Marktkirchpfarrei die jährliche Wanderung zur Hilligen Sele im September.

>>> Aus der Domgemeinde der Kranken-Nachmittag, der ab Oktober 1999 jährlich von der Caritas-

Konferenz St. Liborius organisiert wird.

>>> Aus der Gaukirchpfarrei die der Gaukirche angegliederte Elendenbruderschaft und

aus der Marktkirchpfarrei die der Marktkirche angegliederte Johannes-Bruderschaft.

>>> Aus der Busdorfpfarrei die ab 1998 jährlich Anfang Dezember stattfindende

Nikolausfeier, die von einem Ausschuss organisiert wurde und später vom PGR-Ausschuss Ehe und Familie übernommen wurde.

>>> Die beiden Krippenfeiern in der Gau- und in der Busdorfkirche für Kinder am

Heiligabend. Die Feier in der Gaukirche wird in der neuen Liboriuspfarrei mehr für Vorschulkinder und die in der Busdorfkirche mehr für Grundschulkinder gestaltet.

>>> Die Mittwochmorgen-Frauenmesse der Gaukirchpfarrei. Sie wurde ab dem 2. Dezember 1998

eine Messe für alle vier Frauengemeinschaften der ehemaligen Pfarreien.

>>> Aus der Gaukirchpfarrei der monatlich gut gestaltete Senioren-Nachmittag.

 

Was wurde schon im ersten Jahr des Bestehens der St. Liboriuspfarrei

neu eingeführt (Oktober 1998 bis Dezember 1999)?

>>> Seit dem 4. Oktober 1998 gibt es ein wöchentliches Pfarrblatt.

>>> Die Feier von Stationsgottesdiensten bei besonderen Festen in den Pfarrei-

Kirchen und im Dom, zu denen die ganze Pfarrei eingeladen wird, wurde eingeführt. Diese Feiern machten von Anfang an deutlich, dass alle drei Kirchen ernst genommen werden. Sie bildeten zugleich einen wichtigen Anlass für gemeinsames gottesdienstliches Feiern. Die erste Feier fand am 5. Oktober 1998 in Busdorf statt.

>>> Ab 2. November 1998 wird eine tägliche Abendmesse um 18.00 Uhr in der Gaukirche

gefeiert. Sie ist wie ein Sammelpunkt von Gemeindemitgliedern und Gläubigen über die Gemeinde hinaus und hat sich zu einem wichtigen Angebot im Sinne der Innenstadt-Pastoral entwickelt.

>>> Ab Advent 1998 und ab Fastenzeit 1999 gibt es in jeder der drei Pfarrei-Kirchen einen

Bußgottesdienst.

>>> Am 6. Januar 1999 wird zum ersten Mal das Sternsingen durchgeführt.

>>> Anfang Januar 1999 trafen sich zum ersten Mal die Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen zu einem

Empfang zum Jahresbeginn, der als Dank für die geleistete Arbeit gedacht ist und seitdem jährlich stattfindet.

>>> Seit dem 2. Februar 1999 gibt es erstmals eine gemeinsame Lichtmessfeier aller vier

Frauengemeinschaften.

>>> Seit dem 6. Februar 1999 wird bis heute samstagmorgens um 8.00 Uhr in der

Gaukirche ein Morgenlob gefeiert, mit dem der Beginn der täglichen Anbetung verbunden ist.

>>> Am 24. März 1999 gibt es zum ersten Mal eine gemeinsame Runde aller Caritas-

Mitarbeiterinnen der bisherigen vier Pfarreien. Am 20. Juni 2000 wurde die Caritas-Konferenz St. Liborius gegründet.

>>> Die großen Feiern der Drei Österlichen Tage Karfreitag, Karsamstag und

Ostersonntag mit dem Vorabend Gründonnerstagabend wurden erstmals verteilt

auf die drei Kirchen gefeiert und von Gebetsgottesdiensten umrahmt: eine

Ölbergstunde, 2 x Komplet, 2 x Morgenlob und 1 x Vesper.

>>> Die Liboriuspfarrei feiert auf Anregung von Erzbischof Johannes Joachim von

Anfang an ein eigenes Patronatsfest, das sich am Datum der Ankunft der Gebeine des hl. Liborius in Paderborn orientiert (28. Mai 836 – damals zwei Tage vor Pfingsten): als sonntägliches Fest mit Messfeier und Prozession am Sonntag vor Pfingsten – erstmals am 16. Mai 1999 – und als werktägliche Feier – erstmals 1999 und dann jährlich – am 28. Mai mit einer Messe in der Domkrypta.

>>> Am 22. Juni 1999 fand zum ersten Mal ein Tagesausflug aller vier Frauen-

gemeinschaften statt.

>>> Am 15. August 1999 feierten diese Frauengemeinschaften erstmals die Mariä-Himmelfahrts- Messe gemeinsam und organisierten anschließend eine gesellige Zusammenkunft.

>>> Am 29. Juli 1999 wurde der Kirchenchor St. Liborius gegründet.

>>> Mitte Dezember 1999 erschien die erste Ausgabe des Libori-Blicks, der dann jährlich

zweimal vom Arbeitskreis Öffentlichkeit herausgegeben wurde.

 

Weitere neue Verwirklichungen nach dem ersten Jahr der Liborius-Pfarrei

>>> Im Advent 2000 wird zum ersten Mal wöchentlich eine Frühschicht angeboten.

>>> Seit der Fastenzeit 2000 werden jährlich Exerzitien im Alltag durchgeführt.

>>> Seit Juni 2000 gibt es normalerweise monatlich am ersten Sonntag im Monat um 10.30 Uhr in der

Busdorfkirche eine Familien-Messe.

>>> Vom 3. bis 12. August 2000 fand die erste Kinder-Ferienfreizeit der Liborius-Pfarrei statt. Ziel

war Herbstein bei Fulda. Weitere Freizeiten: vom 6. bis 16. August 2001 in Simmerath in der Eifel; vom 19. bis 27. August 2002 in Oberbernhards in der Rhön; vom 4 bis 4. August 2003 in Herbstein bei Fulda; vom 17. bis 25. August 2004 in Hemeln bei Hann. Münden; vom 16. bis 24. Juli 2005 im Osnabrücker Land.

>>> Am 12. / 13. August 2000 feierte die Liborius-Pfarrei ihr erstes Pfarrfest im Garten des

Konrad-Martin-Hauses. Die weiteren Pfarrfeste fanden am selben Ort statt: am 30. Juni / 1. Juli 2001; am 29. / 30. Juni 2002; am 28. / 29. Juni 2003 und am 26. / 27. Juni 2004.

Nach einer Unterbrechung in der ersten Zeit der Libori-Oase gab es weitere Pfarrfeste im Garten des Konrad-Martin-Hauses: am 29. / 30. August 2009 und am 26. / 27. Juni 2010.

>>> Seit der Adventszeit 2000 finden in der Liboriuspfarrei Rorate-Gottesdienste statt. Sie werden

seitdem jährlich im Advent gefeiert.

>>> In der Fastenzeit 2001 wird zum ersten Mal wöchentlich eine Frühschicht angeboten.

>>> Ab 26. April 2001 werden dreimal jährlich Gemeindemitglieder eingeladen, die in den letzten vier

Monaten 70 Jahre alt geworden sind.

>>> Ab April wird an jedem letzten Monatssonntag die 19-Uhr-Messe von der Theologischen Fakultät

übernommen.

>>> Ab Mai 2001 werden aus Anlass des pfarrlichen Libori-Patronatsfestes die Altenheime zur Feier

einer Liborius-Segensfeier besucht.

>>> Im Rahmen des Pfarrfestes wurde am 1. Juli 2001 erstmals die Liborius-Plakette für intensive

Mitarbeit in der Liboriuspfarrei verliehen – damals an Margret Kluthe. Es folgte eine fast jähr

liche Auszeichnung mit der Plakette.

>>> Ab 4. Oktober 2001 gibt es in der Marktkirche an jedem Donnerstag um 10.00 Uhr ein

Friedensgebet, das von Gemeindemitgliedern gestaltet wird.

>>> Während der Herbst-Libori-Woche 2001 begann mit einem Waffelbacken die Aktion

„St. Liborius hilft Straßenkinder in Königsberg“.

>>> Ab Januar 2002 wird ein sinnvoller Treff für Frauen jüngeren Alters gesucht.

>>> Seit 2002 findet jährlich ein Klausurtag des Pfarrgemeinderates statt – erstmals am

2. Februar 2002.

>>> Seit Juni 2002 gibt es jährlich für Kinder im 1., 2., 3., 4. und 5. Jahr nach der Taufe

besondere Segensfeiern.

>>> Im September 2002 besuchte Ulrich Gelhard, der eifrige Initiator des Projektes

„St. Liborius hilft Straßenkinder in Königsberg“, zum ersten Mal Königsberg. Seitdem gibt es jährliche Besuche von Vertretern der Pfarrei im Kinderheim Heiligenbeil (Distrikt Königsberg) und bei der Caritas in Königsberg.

>>> Seit April 2003 gibt es im zeitlichen Umfeld des Festes der seligen Pauline von

Mallinckrodt einen Besuch der Pfarrei im Mutterhaus mit Vesper, Prozession zum Grab der Seligen und anschließendem Imbiss im Mutterhaus.

>>> Vom 9. Bis 11. Mai 2003 wurde erstmals eine Gemeindefahrt angeboten. Ihr Ziel war das Kloster Helfta. Die Organisation und Durchführung lag in den Händen von Werner Vielhaber. Diese Fahrt ist der Beginn jährlicher Gemeindefahrten unter seiner fachkundigen Leitung: 7. bis 9. Mai 2004: nach Trier; 3. bis 5. Juni 2005: nach Vierzehnheiligen und Bamberg; 12. bis 14. Mai 2006: nach Augsburg; 31. bis 3. September 2007: in die Oberlausitz; 27. September bis Anfang Oktober 2008: nach Paris, Le Mans und Tours; 12. bis 15. Juni 2009: nach Freising und München; 20. bis 24. Oktober 2010: in den Harz; 24. September 2011: Tagesreise zur Papstmesse in Erfurt; 3. bis 6. Oktober 2012: nach Regensburg und Umgebung; 29. Mai bis 2. Juni: in die Kurpfalz. Die nächste Gemeindefahrt soll anlässlich der Priesterweihe unseres Gemeindemitglieds Benedikt Kickum vom 5. bis zum 12. Oktober in die „Ewige Stadt“ gehen.

>>> Seit dem 4. Juni 2003 gibt es jährlich einen ökumenischen Gottesdienst während der

Pfingstnovene.

>>> Seit Juni 2003 bietet die Pfarrei mit manchen kurzen oder längeren Unterbrechungsphasen ein

wöchentliches Bibelgespräch an.

>>> Am 9. Juli 2003 gab es die erste Pfarrversammlung der Pfarrei zum Thema „Neues

Pfarrheim“.

>>> Seit 2003 feiern die evangelische Abdinghof- und die katholische Liboriuspfarrei in

der Woche vor dem Ersten Advent einen ökumenischen Gottesdienst zum Ende des Kirchenjahres. Erstmals am 26. November 2003 in der Abdinghofkirche und am 24. November 2004 in der Gaukirche. In den folgenden Jahren wurde er dann abwechselnd in den beiden Kirchen gefeiert.

>>> Seit 2004 ist in der Gemeinde ein Bildungsausschuss tätig, der Informationsbesuche

in besonderen Einrichtungen auf dem Gebiet unserer Pfarrei organisiert.

>>> Seit Juni 2005 wird am dritten Sonntag im Monat die „Kinderkirche“ während des

Hochamts in Busdorf angeboten.

>>> Erstmals fand während der Libori-Woche 2005 hinter der Gaukirche die 9-tägige

Libori-Oase statt. Die Besucher waren eingeladen, bei Getränken und Essen in einem ruhigen Umfeld zusammenzusitzen. Es folgten Oasen-Tage in den Jahren 2006, 2007, 2008 und dann (während der Bauphase des Pfarrheims) wieder ab 2012.

>>> Am 15. Dezember 2005 gründete sich die Malteser Jugend in der Pfarrei St. Liborius.

Sie ging aus dem Sachausschuss Jugend hervor.

>>> Seit dem 15. Januar 2006 gibt es um 18.00 Uhr in der Gaukirche ein sonntägliches

Abendlob mit Abschluss der täglichen eucharistischen Anbetung.

>>> Seit April 2006 finden regelmäßig Gruppenstunden der Malteser Jugend statt; in

jedem Jahr findet ein Pfingstlager statt und es werden Sozialaktionen durchgeführt.

>>> Erstmals wird am 20. Juli 2006 die Veranstaltung Libori-Licht-Musik in und vor der

Marktkirche als inoffizieller Auftakt des Liborifestes veranstaltet.

>>> Seit August/September 2007 werden jährlich in den vier Wochen nach dem Hochfest der Auf

nahme Mariens am Mittwoch um 18.00 Uhr in der Marktkirche Marienmessen (MMM) gefeiert, zu denen das alte marianische Gnadenbild im Altarraum steht.

>>> Ab 10. Februar 2008 wird auf Anordnung der Bistumsleitung in der Gaukirche um 11.00 Uhr

eine Sonntagsmesse im außerordentlichen Ritus gehalten.

>>> Seit dem Fronleichnamsfest 2008 wird in der Busdorfkirche zum ersten Mal um 18.00 Uhr eine

festliche Abendmesse gefeiert, die mit einer Prozession in der Kirche abschließt. Grund ist die alte Prozessionstradition in Busdorf: 50 Jahre eher als im Dom gab es dort eine Fronleichnamsprozession.

>>> Am 30. Juni 2008 wurde der Hort-Bereich der Liborius-Kindertageseinrichtung geschlossen.

>>> Seit Juli 2008 gibt es das Bemühen, die Neuzugezogenen anzusprechen. Mehrere Jahre gab es

einen Empfang für diese. Wegen mangelnden Zuspruchs werden seit 2013 die Neuzugezogenen nur durch ein Schreiben begrüßt und zum Gemeindeleben eingeladen.

>>> Am 1. November 2008 fand zum ersten Mal in der Marktkirche der Nightfever-Abend statt. Zum

Abend gehören die Messfeier, stille und gestaltete Anbetungszeit, Beicht- und

Gesprächsmöglichkeit und die abschließende Komplet.

>>> Erstmals wurde am 5. März 2009 von der Caritas-Konferenz St. Liborius ein Frühstück für

Wohnungslose veranstaltet. Es fand zunächst viermal im Jahr statt und wurde dann zu einem monatlichen Treffen erweitert.

>>> Seit 2009 gibt es in der Pfingstnovene eine ökumenische Prozession, die in einer der

drei Pfarrei-Kirchen beginnt und in der Abdinghofkirche abschließt. Anschließend findet ein Empfang mit Imbiss auf dem Vorplatz der Abdinghofkirche statt.

>>> Am 1. August 2009 wurde die Kindertagesstätte St. Liborius Familienzentrum. In ihm wurden der

2-gruppige St. Pankratius-Kindergarten und der 3-gruppige St. Liboriuskindergarten zum

4-gruppigen Familienzentrum St. Liborius zusammengeführt.

>>> Seit dem 16. September 2009 wurde in der Kreuz-Kapelle der Gaukirche zunächst um 16.00 Uhr,

später um 17.00 Uhr der Christus-Rosenkranz gebetet. Er war mit Fürbitten verbunden, die aus dem Fürbitt-Buch der Gaukirche ausgewählt wurden.

Leider musste dieses Gebet seit dem 7. November 2012 aufgegeben werden.

>>> Seit August 2009 entwickeln sich langsam die Libori-Donnerstage. Sie begannen mit

regelmäßigen Kirchenführungen. Seit September 2010 wird der Libori-Donnerstag fast regelmäßig organisiert: Zu ihm gehören die Komplet in der Libori-Kapelle und Vorträge und Besuche in Einrichtungen auf dem Gebiet der Pfarrei.

>>> Ab Sonntag, dem 18. Oktober 2009, wird die 19-Uhr-Messe in der Marktkirche von der

Katholischen Hochschulgemeinde und der Theologischen Fakultät übernommen.

>>> Im Mai 2010 wurde das Gebäude des ehemaligen Pankratius-Kindergartens in der

Kleppergasse, das zunächst noch von der Kindertagesstätte St. Liborius genutzt wurde, aufgegeben.

>>> Ab dem 2. September 2010 wurde von der Firma Langschmidt / Bielefeld die Baustelle für das künftige Pfarrheim eingerichtet.

>>> Seit Dezember 2010 gibt es in der Gemeinde die Freitag-Abend-Anbetung, zunächst alle zwei

Monate, dann monatlich.

>>> Seit 2011 versucht der PGR-Sachausschuss Ehe und Familie die Familienarbeit neu

zu organisieren. Hierzu fand am 19. März 2011 im Leokonvikt ein Einkehrtag für Familien mit Kindern statt.

>>> Seit dem 26. Juli 2011 gibt einen Verehrungsort für den seligen Adolph Kolping in der

Busdorfkirche. Damit hat die Kolpingfamilie Paderborn-Zentral auch einen festen

Gottessdienstort in dieser Kirche.

>>> Am 12. Februar 2012 fand im Konrad-Martin-Haus die zweite Gemeindeversammlung statt,

die mit Hilfe von Klemens Reith, einem Mitarbeiter des Erzbischöflichen Generalvikariats, hervorragend organisiert war.

>>> Nach der Eröffnungsfeier des Forums Sankt Liborius am 25. März 2012 hat die Liboriuspfarrei

endlich einen großen nicht-gottesdienstlichen Versammlungsort.

>>> Erstmals konnte im neuen Forum die Agapefeier nach der Osternacht nicht nur für einen kleinen

Kreis stattfinden, sondern es war möglich alle Mitfeiernde der Osternacht einzuladen.

>>> Am 6. Mai 2012 fand zum ersten Mal im neuen Forum der Sonntagstreff nach den Sonntags-

messen statt. Er soll am ersten Sonntag jedes Monats stattfinden.

>>> Ab Mai 2012 läuft im neuen Forum ein wöchentlicher Seniorennachmittag in unterschiedlicher

Form: organisiertes Programm, Gesprächsnachmittag, Spiele-Nachmittag oder Zusammenkunft mit Bewegungsübungen. – Dem Gesprächsnachmittag schließt sich auch die bisherige traditionsreiche Montagsrunde Busdorf an.

>>> Das Patronatsfest am Sonntag vor Pfingsten nimmt einen anderen Prozessionsweg: Der Weg

beginnt in der Busdorfkirche mit der Messe, dann folgend die Stationen Marktkirche, Marienplatz und der Abschluss in der Gaukirche. Der anschließende Frühschoppen findet im Forum und im Forum-Hof statt.

>>> Die Libori-Oase fand erstmals in der Libori-Woche 2012 auf dem neu gestalteten Gelände des

Forum-Hofes statt.

 

Treffpunkte

Die Liboriuspfarrei übernahm von den bisherigen Pfarreien zunächst vier Treffpunkte:

>>> Bis September 2000 die Räumlichkeiten der Marktkirchpfarrei im Obergeschoss des HOT

in der Marienstraße mit einem größeren und einem kleineren Raum und einer kleinen Küche.

>>> Von der Dompfarrei einen großen Saal und einer Küche im Dachgeschoss und einen

kleinen Raum im Kellergeschoss des Kunigundisheims. Die Liborius-Pfarrei nutzte sie bis zum Sommer 2009.

>>> Von der Busdorfpfarrei erhielt die Liboriuspfarrei das Pfarrheim Busdorfmauer 33 mit

drei übereinander liegenden Räumen, die bis Juni 2001 und dann wieder in einem Raum von 2009 bis 2012 genutzt wurden.

>>> Die Gaukirchpfarrei hatte einen einzigen Pfarrheimraum im Haus Grube 1,

in dem – eng besetzt – ca. 40 Personen an Tischen Platz nehmen konnten. Dieser Raum mit einer sehr kleinen Küche war von Anfang an und bis zur Eröffnung des neuen Pfarrheims der gelegenste und größte Pfarrraum.

Neue Räume

>>> Am 20. September 2000 fand die Segnung des Pankratius-Raums im ehemaligen

Marktkirch-Pfarrhaus statt: Es handelt sich um einen größeren und einen mit Schiebetür zu verbindenden kleineren Raum mit Spülmöglichkeit und Toiletten-Raum. Er bot bis zur Eröffnung des neuen Pfarrheims 2012 für ungefähr 25 Personen an Tischen Platz.

>>> Am 25. Juni 2001 wurde im ehemaligen Pfarrhaus der Busdorfkirche der Meinolfus-

Raum gesegnet: Er umfasst einen größeren Versammlungsraum, in dem ungefähr 25 Personen an Tischen sitzen können, und einen angrenzenden Küchenraum und Toiletten-Raum. Der Raum war bis 20. April 2009, dem Beginn des Busdorf(pfarr)haus-Umbaus, kirchennaher Versammlungsraum. Seitdem wurde bis zur Eröffnung des neuen Pfarrheims wieder eine Etage im Haus Busdorfmauer 33 genutzt.

>>> Am 25. März 2012 wird nach 10-jähriger Planungs- und Bauzeit das neue Pfarrheim

an der Grube und Krummen Grube eröffnet: das Forum Sankt Liborius.

Damit ging die Zeit des Pankratius- und des Meinolfus-Raumes und die Nutzung des Hauses Busdorfmauer 33 endgültig zu Ende.

 

Der Wandel bei den regelmäßigen Gottesdiensten

Bei der Gründung der Liboriuspfarrei wurden in den drei Pfarrei-Kirchen wöchentlich 36 Messen gefeiert, 25 an Werktagen und 11 an Sonntagen mit Vorabendmessen. Als regelmäßige Zelebranten gab es bis dahin drei Pfarrer, in Busdorf einen Pensionär und in der Gaukirche zwei Pensionäre und einen Professor der Theologischen Fakultät.

 

Sonntagsmessen

Die Sonntagsmessen waren Anfang September 1998 wie folgt verteilt:

Am Vorabend:

18.30 Uhr Busdorfkirche 18.00 Uhr Gaukirche 19.00 Uhr Marktkirche

Am Sonntag:

7.30 Uhr Gaukirche

9.00 Uhr Busdorfkirche 9.00 Uhr Gaukirche 9.30 Uhr Marktkirche

10,30 Uhr Busdorfkirche 10.15 Uhr Gaukirche

18.00 Uhr Gaukirche 19.00 Uhr Marktkirche

 

Seit Ende 2012 gilt folgende pfarrliche Sonntagsordnung:

Am Vorabend: 18.00 Uhr Gaukirche

Am Sonntag:

8.30 Uhr Busdorfkirche 9.00 Uhr Gaukirche

10.30 Uhr Busdorfkirche 10.00 Uhr Marktkirche

 

Die pfarrlichen Sonntagsmessen sind damit in der Zeit von 1998 bis heute

von 11 auf 5 Sonntagsmessen reduziert worden.

Zusätzlich gibt es zwei nicht-pfarrliche Messfeiern:

11.00 Uhr Gaukirche 19.00 Uhr Marktkirche

Messe im außerord.Ritus Hochschulmesse

 

 

Werktagsmessen

Während der Zeit der 4 Innenstadtpfarreien gab es 25 Werktagsmessen:

In der Busdorfkirche wurden 8 Werktagsmessen gefeiert:

eine tägliche Messe um 8.00 Uhr bzw. mittwochs um 9.00 Uhr,

zusätzlich eine Abendmesse freitags um 19.00 Uhr.

In der Gaukirche gab es 12 Werktagsmessen:

um 7.15 Uhr und um 8.00 Uhr bzw. mittwochs um 8.30 Uhr.

In der Markkirche fanden 5 Werktagsmessen statt:

von montags bis donnerstags um 7.10 Uhr und freitags um 18.30 Uhr.

Zurzeit finden in der Liboriuspfarrei 12 Werktagsmessen statt:

>>> montags bis freitags um 18.00 Uhr und mittwochs um 8.30 Uhr in der Gaukirche,

>>> montags und dienstags um 8.30 Uhr und freitags um 10.00 Uhr in der Marktkirche,

>>> dienstags um 10 Uhr und donnerstags und freitags um 8.30 Uhr in der Busdorfkirche.

 

Die pfarrlichen Werktagsmessen sind damit in der Zeit von 1998 bis 2013

von 25 auf 12 Messen reduziert worden.

Die Kirchenbesucherzählungen jeweils im März und November jeden Jahres

ergaben von 1999 bis heute:

1999 1070 und 888 2000 1104 und 952

2001824 und 893 2002 816 und 867

2003 811 und 960 2004 911 und 749

2005532 und 712 2006 612 und 623

2007 619 und 492 2008 675 und 629

2009732 und 904 2010 539 und 632

2011 621 und 567 2012 581 und 621

2013 496 und 431 2014 459

 

Regelmäßige Gebetsgottesdienste

In den Innenstadtpfarreien gab es Ende August 1998 drei wöchentliche Gebetsgottesdienste:

in der Busdorfkirche montags um 17.00 Uhr ein Wortgottesdienst,

in der Marktkirche freitags um 18.00 Uhr ein Rosenkranzgebet (dann Messe),

in der Liborikapelle donnerstags in den Sommermonaten monatlich eine Komplet.

In der Liboriuspfarrei sind es zurzeit wöchentlich

in der Gaukirche samstags 8.00 Uhr Laudes mit Öffnung des Tabernakels,

sonntags 18.00 Uhr Vesper mit Schließung des Tabernakels,

in der Markkirche donnerstags 10.00 Uhr ein Friedensgebet.

Während der Fastenzeit und im Mai und im Oktober finden statt

in der Busdorfkirche montags 17.00 Uhr Kreuzweg bzw. Mai- oder Rosenkranzandacht,

ni der Marktkirche freitags 17.00 Uhr Kreuzweg bzw. Mai- oder Rosenkranzandacht.